Alphabet: Google-Beschäftigte setzen europäischen Betriebsrat durch

Viele Google-Beschäftige wollen einen Betriebsrat. Die Zeiten, in denen so etwas als veraltet abgelehnt wurde, sind vorbei.

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Google-Walkout in Zürich im Jahr 2018
Google-Walkout in Zürich im Jahr 2018 (Bild: Danila Sinopalnikov/Google)

Die Beschäftigten von Google haben in Europa einen Betriebsrat durchgesetzt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf drei informierte Personen. Anfang März schrieb demnach eine Gruppe von 153 Google-Beschäftigten aus elf europäischen Niederlassungen an das Management und forderte die Einrichtung des Europabetriebsrates. Vergangene Woche stimmte das Google-Management zu, die ersten Schritte zur Schaffung des Europarates zu unternehmen, und wird bald mit den Beschäftigten über dessen Umfang verhandeln.

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Laut Angaben der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung geht es bei einem Eurobetriebsrat um Information und Anhörung. "Mitbestimmung ist ein typisch deutsches Instrument und nicht vorgesehen, ebenso wenig wie Tarifverhandlungen." Die Arbeit der Betriebsräte wird aber auch in Deutschland durch das Betriebsverfassungsgesetz bestimmt und setzt der Arbeit enge Grenzen. Der Betriebsrat darf keine Kampfmaßnahmen einleiten und den Betriebsfrieden nicht stören. Er ist gesetzlich verpflichtet, mit dem Unternehmer "vertrauensvoll zusammenzuarbeiten".

Dem Google-Betriebsrat werden voraussichtlich Arbeitnehmervertreter aus über 35 Google-Niederlassungen in Europa angehören. Man werde sich mehrmals jährlich in Dublin treffen, sagten die Quellen Bloomberg.

Die Zeiten, in denen man bei Google von einheitlichen Interessen von Geschäftsführung und Belegschaft ausging und Betriebsräte und Gewerkschaften als veraltet ablehnte, scheinen vorbei. Im November 2018 haben Tausende Beschäftigte von Google aus Protest gegen den Umgang des Konzerns mit Sexismusanschuldigungen im Unternehmen gestreikt, so etwa in London, Dublin, Zürich und Tokio. In der Londoner Niederlassung von Google fand der Streik wegen des schlechten Wetters im größten Raum des Büros statt. Nach Angaben von Beteiligten passten nicht alle Protestierenden in den großen Saal.

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Gefordert wurden ein öffentlich zugänglicher Transparenzbericht über sexuelle Belästigung im Unternehmen und eine Verpflichtung zur Beendigung von Lohn- und Chancenunterschieden zwischen Männern und Frauen. Dies erfolgte als Reaktion auf eine Enthüllung der New York Times, wonach Google im vergangenen Jahrzehnt drei leitende Angestellte geschützt haben soll, nachdem ihnen sexuelle Übergriffe vorgeworfen wurden. Darunter sei auch ein Angestellter gewesen, der ein Exit-Paket in Höhe von 90 Millionen US-Dollar erhalten habe, Android-Begründer Andy Rubin.

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AnAmigian 22. Mär 2020

Und da irrst Du Dich. Einer alleine kann das nicht. Der/die wird ignoriert, wenn das...

Johnny Cache 21. Mär 2020

Geeeenau. Bei uns heißt es auch bei jeder Gelegenheit Frauen hier, Diversity da und...

ssj3rd 21. Mär 2020

Und ohne BR wäre es besser? Ich glaube mein Arbeitgeber hätte ohne BR in den letzten 10...



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