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Google: Berkshire Hathaway nimmt Alphabet ins Portfolio auf

Berkshire Hathaway hat ein Aktienpaket von Alphabet gekauft. Die Beteiligung am Google -Mutterkonzern hat einen Wert von 4,3 Milliarden US-Dollar.
/ Andreas Donath
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Warren Buffett steigt bei Alphabet ein. (Bild: Paul Morigi/Getty Images for Fortune)
Warren Buffett steigt bei Alphabet ein. Bild: Paul Morigi/Getty Images for Fortune

Warren Buffetts Konzern Berkshire Hathaway hat laut einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht(öffnet im neuen Fenster) eine Aktienposition bei Alphabet aufgebaut. Die Investmentgesellschaft hatte bisher Technologieaktien eher gemieden, wie CNBC berichtet(öffnet im neuen Fenster) .

Die Unterlagen zeigen, dass Berkshire Ende des dritten Quartals 2025 Alphabet-Aktien im Wert von rund 4,3 Milliarden US-Dollar hielt. Damit ist der Google-Mutterkonzern nun die zehntgrößte Beteiligung im Portfolio von Berkshire.

Die Entscheidung wurde vermutlich von einem der beiden Investmentmanager Todd Combs oder Ted Weschler getroffen, nicht vom 95-jährigen Buffett selbst. Beide Manager zeigten in der Vergangenheit deutlich mehr Interesse an Technologieunternehmen, als Buffetts klassische Value-Strategie es vorsieht.

Combs oder Weschler investierten bereits 2019 in Amazon. Derzeit hält die Investmentfirma Amazon-Aktien im Wert von etwa 2,2 Milliarden US-Dollar, heißt es in dem Bericht von CNBC.

Die Alphabet-Aktie zeigte 2025 bisher eine starke Wertentwicklung und stieg um 46 Prozent. Investoren reagierten positiv auf das wachsende Cloud-Computing-Geschäft des Unternehmens.

Die Nachfrage nach künstlicher Intelligenz treibt das Wachstum in diesem Segment zusätzlich an. Dennoch ist der späte Einstieg von Berkshire Hathaway angesichts einer drohenden Implosion der KI-Blase verwunderlich.

Buffett bereut verpasste Google-Chance

Buffett sprach dem Bericht zufolge in der Vergangenheit mehrfach öffentlich darüber, dass er es bereue, nicht früh in Google investiert zu haben. Berkshires Versicherungstochter Geico gehörte zu Googles ersten Werbekunden, unbekannt war das Unternehmen für Buffett also nicht einmal in seinen Anfängen.

Die Entscheidung, jetzt bei Alphabet einzusteigen, erfolgt zeitgleich mit einer weiteren Reduzierung anderer Tech-Beteiligungen. Berkshire verringerte seine Apple-Position im dritten Quartal um weitere 15 Prozent, so dass der Gesamtwert auf 60,7 Milliarden US-Dollar sank.

Berkshire verkaufte bereits das gesamte Jahr 2024 über und auch 2025 kontinuierlich Apple-Aktien. Dennoch ist es das Unternehmen immer noch die größte Einzelaktien-Investition von Berkshire Hathaway.

Der Konzern reduzierte auch seine Bank-of-America-Beteiligung im letzten Quartal um 6 Prozent auf knapp 30 Milliarden US-Dollar. Weitere Kürzungen erfolgten bei Verisign und Davita. Es ist das zwölfte Quartal in Folge, in dem Berkshire netto mehr Aktien verkaufte als kaufte.

Mehrere Positionen im Berkshire-Portfolio blieben im Quartal unverändert. American Express, Coca-Cola, Chevron, Occidental Petroleum, Moody's und Kraft Heinz wiesen keine Veränderungen bei den Aktien-Stückzahlen auf. Die Beteiligung am Versicherungskonzern Chubb wurde um 16 Prozent erhöht.


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