Google: Balloninternet Loon wird eingestellt

Alphabet beendet das Projekt mit dem Internet aus der Luft. Die Google-Mutter sah keine Möglichkeit, das Balloninternet wirtschaftlich zu betreiben.

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Loon-Ballon: Die Ballone werden in den kommenden neun Monaten zur Erde zurückkkehren.
Loon-Ballon: Die Ballone werden in den kommenden neun Monaten zur Erde zurückkkehren. (Bild: Project Loon/Alphabet)

Der Google-Mutterkonzern Alphabet beendet das Project Loon. Die Idee war, mit schwebenden Kommunikationsstationen schnelles Internet in entlegene Regionen der Welt zu bringen. Alphabet nannte wirtschaftliche Gründe für die Einstellung des Projekts. Die Beschäftigten sollen den Angaben zufolge in anderen Unternehmensteilen untergebracht werden.

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"Wir haben zwar eine Reihe von bereitwilligen Partnern gefunden, aber keine Möglichkeit, die Kosten weit genug zu senken, um ein langfristiges, nachhaltiges Geschäft aufzubauen", schrieb Loon-Chef Alastair Westgarth im Blog des Projekts. Zu den Partnern gehörte etwa der US-Telekommunikationskonzern AT&T oder der Telekommunikationsanbieter Telkom Kenya, mit dem zusammen Loon 2020 sein erstes kommerzielles Netz einrichtete.

Loon brachte Internet in ein Überschwemmungsgebiet

Google hatte das Projekt 2011 gestartet. Gedacht war es vor allem für entlegene Regionen und Katastrophengebiete. 2017 profitierten etwa Bewohner eines Überschwemmungsgebietes in Peru davon. Es gab auch schon lustige Situationen: So hielten Anfang 2017 Bauern in Peru einen abgestürzten Ballon für ein Ufo.

Die Ballone sind schwebende Kommunikationsstationen. Sie sind mit der entsprechenden Hardware sowie Solarzellen ausgestattet, die die Systeme mit Strom versorgen. Ein solcher Ballon schwebt in etwa 29 Kilometern Höhe über einem bestimmten Gebiet und deckt ein Areal mit einem Durchmesser von etwa 40 Kilometern ab.

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Die Ballone haben keinen eigenen Antrieb. Sie navigieren, indem sie zwischen den Luftschichten wechseln, in denen die Winde aus unterschiedlichen Richtungen wehen. Eine Pumpe verändert den Luftgehalt, so dass der Ballon leichter oder schwerer wird und entsprechend aufsteigt oder sinkt.

Die Ballone sind dafür ausgelegt, monatelang in der Stratosphäre zu schweben. Mehrere Dutzend sind noch in der Luft und werde das wohl auch noch eine Weile sein: Alphabet geht davon aus, dass sie im Laufe der kommenden neun Monate zur Erde sinken werden. Dann sollen sie eingesammelt werden.

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