Google-Ausfall: Gmail verschluckt eigene Accounts

Google hat anderen Servern gemeldet, dass Gmail-Accounts nicht existieren. Für Mailing-Listen und Online-Dienste könnte das nervige Folgen haben.

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Googles Gmail-Dienst hat einen eher kuriosen Fehler bei einem Ausfall zurückgegeben.
Googles Gmail-Dienst hat einen eher kuriosen Fehler bei einem Ausfall zurückgegeben. (Bild: ELIOT BLONDET/ABACAPRESS.COM/Reuters)

Am gestrigen Dienstagabend (MEZ), 15. Dezember, ist der E-Mail-Service von Google, Gmail, kurzzeitig ausgefallen. Betroffen war ein "signifikanter" Teil aller Gmail-Nutzer, wie der Anbieter mitteilt. Zwar konnte das Problem selbst in vergleichsweise kurzer Zeit behoben werden. Die langfristigen Auswirkungen dürften aber vor allem die Betreiber von Mailing-Listen und ähnlichen Verteilern betreffen sowie jene Nutzer, die diese mit ihren Gmail-Adressen abonniert haben.

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Google schreibt in der Fehlermeldung, dass sich Gmail-Nutzer zwar weiter anmelden konnten, es allerdings zu einigen unerwarteten Problemen gekommen sei sowie auch zu einer hohen Latenz und weiteren Fehlern. Dass E-Mail-Server kurzzeitig nicht verfügbar oder nutzbar sind, ist zwar ärgerlich. In diesem Szenario müssen die in dieser Zeit versendeten E-Mails aber einfach nur erneut versendet werden.

Auf den ersten Blick erscheint das ein wenig gravierendes Problem zu sein. Aber allein für die vergleichsweise kleine KDE-Community betrifft das rund 3.300 E-Mails in den etwa zwei Stunden Ausfallzeit. Gmail ist inbesondere bei vielen Entwicklern in den USA sehr beliebt. Das dürfte also sehr viele Teams am Dienstagnachmittag (Ortszeit) in den USA betroffen haben.

E-Mail-Accounts als nicht existent markiert

Der Gmail-Ausfall führte darüber hinaus aber auch dazu, dass der Dienst selbst anderen E-Mail-Servern den Fehler ausgab, der angefragte Account existiere nicht mehr. Das beschreiben Betroffene etwa in der dazugehörigen Hackernews-Diskussion. Bestätigt wird dieses fehlerhafte Verhalten auch von anderen E-Mail-Providern wie etwa Protonmail.

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Die unmittelbaren Auswirkungen davon sind derzeit noch nicht abzusehen, aber auf vielen Mailing-Listen und ähnlichen E-Mail-Verteilern etwa führt solch eine Fehlermeldung oft einfach automatisch dazu, dass die Abos für die betroffene Accounts entfernt werden. So sollen etwa unnötige Bounce-E-Mails verhindert werden. Nutzer erhalten dann aber auch die Nachrichten der Listen nicht mehr.

Ähnliches ist denkbar für Dienste, die hinterlegte E-Mail-Adressen als Zugangdaten oder für Benachrichtigungen nutzen. Erhalten diese Systeme die Meldung von E-Mail-Servern, dass der Account nicht existiert, werden diese schlimmstenfalls dauerhaft zu weiteren Nutzung blockiert. Das kann dabei helfen, Account-Übernahmen zu verhindern. Legitime Nutzer werden damit aber eben unter Umständen ausgesperrt.

Von dem Ausfall Betroffene sollten deshalb sicherheitshalber ihre Mailing-Listen-Abos überprüfen, ebenso wie die Zugänge für andere Dienste, wo die eigenen Gmail-Adressen genutzt werden.

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