Google Assistant als Dolmetscher: Google-Home-Lautsprecher können übersetzen

Auf Zuruf können Google-Home-Lautsprecher nun in 25 Sprachen übersetzen. Dazu wird ein Satz in der Zielsprache angesagt. Den Dolmetschermodus gibt es allerdings nicht für alle Google-Assistant-Lautsprecher.

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Der Google Home wird zum Dolmetscher.
Der Google Home wird zum Dolmetscher. (Bild: Google Inc)

Google hat den Google Assistant mit einem Dolmetschermodus versehen. Dieser funktioniert auch in Deutschland, allerdings gibt es Einschränkungen bei den unterstützten Geräten. Derzeit steht der Dolmetschermodus hierzulande nur für Google-Home-Geräte zur Verfügung. Die Übersetzungsfunktion läuft auf keinem Smartphone und soll nur auf ausgewählten Google-Assistant-Lautsprechern von Drittanbietern funktionieren.

Außerdem steht die Übersetzungsfunktion auf Googles Smart-Display-Plattform bereit - entsprechende Geräte gibt es in Deutschland allerdings weiter nicht. In den USA sind diese seit Sommer 2018 verfügbar. Wann Smart Displays auf den deutschen Markt kommen, ist unbekannt.

Wir haben den Dolmetschermodus auf einem Google Home Mini ausprobiert. Auf den Google-Assistant-Lautsprechern Link 20 von JBL und dem G3 von Onkyo steht der Modus nicht zur Verfügung. Google macht in einem Support-Dokument zur neuen Dolmetscherfunktion keine Angaben dazu, auf welchen Google-Assistant-Lautsprechern von Drittanbietern der Übersetzungsmodus nutzbar sei.

Dolmetscherbetrieb aktivieren

Der Dolmetscherbetrieb kann auf verschiedene Arten auf Zuruf aktiviert werden. Dabei werden folgende Muster erkannt: "Ich brauche einen Englisch-Dolmetscher", "Hilf mir, Spanisch zu sprechen", "Dolmetsche für mich aus dem Polnischen ins Niederländische" oder "Englischer Dolmetscher". Google nennt als weitere Phrase "Aktiviere den Dolmetschermodus", das funktionierte in unserem Fall aber nicht. Sagen wir "Übersetze für mich ins Englische" wird der Dolmetschermodus ebenfalls nicht aktiviert. Wir müssen uns also sehr genau an die Vorgaben von Google halten, um den Übersetzer nutzen zu können.

Ist der Dolmetschermodus aktiviert, können wir einen ganzen Satz sagen, der dann in der vorher genannten Sprache vom Google Assistant gesprochen wird. Beim ersten Ausprobieren funktionierte das sehr gut. Bei komplexeren Sätzen könnte das System an Grenzen stoßen. Aber wenn ein solcher Dolmetscher benötigt wird, geht es meist darum, einfache Sätze übersetzen zu lassen.

Zum Verlassen des Dolmetschermodus genügt es, "Stopp", "Beenden" oder "Schließen" zu sagen. Bei Bedarf muss ein "Ok Google" oder "Hey Google" davor gesetzt werden, falls das Schlusswort vom Assistenten mal nicht korrekt interpretiert wird. Meist klappt es aber auch ohne Google-Assistant-Aktivierungswort.

Google zufolge kann der Dolmetschermodus aus dem Deutschen in 25 andere Sprachen übersetzen. Eine Liste der unterstützten Sprachen listet Google in einem Support-Dokument.

Google etabliert Fragmentierung bezüglich Google-Assistant-Lautsprecher

Mit der Einführung der Dolmetscherfunktion ist der Funktionsumfang des Google Assistant nicht mehr auf allen Lautsprechern gleich, weil es den Dolmetscher nur auf ausgewählten, aber nicht genannten Google-Assistant-Lautsprechern von Drittanbietern gibt. Bisher war es so, dass sich Käufer eines Google-Assistant-Lautsprechers darauf verlassen konnten, dass alle Funktionen des Assistenten auch dann nutzbar sind, wenn der Lautsprecher nicht von Google stammt. Das gilt nun nicht mehr.

Eine solche Einschränkung gibt es bei Alexa-Lautsprechern bereits länger: Bei Lautsprechern mit Amazons digitalem Assistenten gibt es etliche Funktionen, die nur auf den Amazon-eigenen Echo-Geräten funktionieren. Außerdem kann so manches Echo-Zubehör wie Echo Connect oder Echo Sub nur mit Echo-Lautsprechern verwendet werden. Auch die kurzzeitig in den USA verfügbare Alexa-Wanduhr Echo Wall Clock, die vorerst jedoch wegen technischer Schwieirgkeiten vom Markt genommen wurde, funktioniert nur mit Echo-Geräten.

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