Google: Android Things gibt es in seiner Ursprungsform nicht mehr

Google wird seine IoT-Plattform Android Things neu strukturieren(öffnet im neuen Fenster) . Künftig soll sie sich an OEM-Partner richten, die Smart-Speaker und Smart-Displays entwickeln. Das ist eine doch merkliche Einschränkung gegenüber der ursprünglichen Vision des Projektes: eine Plattform für viele Arten von IoT-Sensoren zu schaffen, die Programmierschnittstellen für Google-Dienste integrieren.
"Wegen des Erfolgs, den wir bei unseren Partnern mit ihren Smart-Speakern und -Displays beobachten, richten wir Android Things als Plattform für OEMs aus, um in diesen Bereichen künftig Geräte zu bauen" , schreibt das Unternehmen in der Ankündigung.
Gleichzeitig soll die Android Things SDK weiterhin auf verbreiteter Hardware angeboten werden. Genannt werden Systeme wie das Raspberry Pi 3 Model B und der NXP i.MX7D. Die Installationsdateien werden über die Android-Things-Konsole abrufbar bleiben. Außerdem rät Google seinen Kunden dazu, einen Blick auf Cloud IoT Core zu werfen.
Eventuell gibt es künftig noch mehr Google-Assistant-Hardware
Der Dienst Cloud IoT Core richtet sich ebenfalls an das Internet der Dinge, ist allerdings an Cloud-Dienste gekoppelt und bietet Funktionen wie Machine Learning, große Datenbankabfragen und Analysewerkzeuge. Im Gegensatz zur On-Premises-Lösung Android Things wird die IoT-Core-Infrastruktur von Google verwaltet und ist generell mit mehr verschiedenen Sensoren kompatibel.
Durch die Umstrukturierung könnte es in Zukunft ein wenig mehr Geräte mit dem integriertem Sprachassistenten Google Assistant geben. Dieser bleibt als ein Kernelement mit Android Things verbunden. Die Verknüpfung der SDK mit dem Sprachassistenten stellte Google auf der I/O-Entwicklerkonferenz 2017 vor – zusammen mit IoT Core.