Google: Android Q ohne Gestensteuerung bei alternativen Launchern

Google will offenbar verhindern, dass die Gestensteuerung des kommenden Android Q auch dann verwendet werden kann, wenn ein alternativer Launcher genutzt wird. Das berichtet XDA Developers(öffnet im neuen Fenster) anhand eines Leaks; die Macher der Webseite konnten die entsprechenden Stellen im Quellcode der Betaversion von Android Q aber ebenfalls finden.
Demnach wechselt das Android-System automatisch von der Gestensteuerung auf die Drei-Tasten-Navigation, wenn ein alternativer Launcher eingestellt wird. Der Nutzer soll einen entsprechenden Hinweis im Benachrichtigungsmenü erhalten.
Zu den Beweggründen Googles, die Benutzung auf den eigenen Pixel-Launcher zu beschränken, gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen könnte Google verhindern wollen, dass mögliche Spezialfunktionen eines alternativen Launchers mit der Gestensteuerung von Android Q kollidieren. Zum anderen ist es auch denkbar, dass Google die Funktion schlicht und ergreifend nur Nutzern des Pixel-Launchers anbieten möchte.
Beschränkung lässt sich recht einfach aushebeln
Wie XDA Developers herausgefunden hat, lässt sich die Beschränkung aber recht einfach aushebeln. Über einen ADB-Befehl lässt sich die Gestensteuerung manuell aktivieren, auch, wenn ein anderer Launcher verwendet wird. Die Gesten werden als Overlays behandelt, die einfach eingeschaltet werden können. Möglicherweise beschränkt Google dies noch auf irgendeine Art und Weise.
Erst kürzlich hatte Google die Gesten etwas verändert, um Problemen in der Nutzung zahlreicher Apps aus dem Weg zu gehen. Die Zurückgeste, ein Wischen von links in den Bildschirm hinein, ruft eigentlich bei vielen Android-Apps das Menü auf. Dazu müssen Nutzer künftig eine kleine Pause beim Wischen machen.



