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Google: Android bekommt Dateisystem für schnellere App-Starts

Mit dem Incremental File System will Google offenbar dafür sorgen, dass sich besonders große Android-Apps schon beim Download starten lassen können. Erste Arbeiten dazu sind nun im Android Open Source Project gelandet.

Artikel veröffentlicht am ,
Google testet das IncFS bereits auf seinem eigenen Pixel 4.
Google testet das IncFS bereits auf seinem eigenen Pixel 4. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)

Die Android-Entwickler von Google arbeiten offenbar an einem neuen Dateisystem, das in einer kommenden Version des Mobilbetriebssystems genutzt werden soll, wie das Magazin der Android-Bastler von XDA-Developers berichtet. Das Incremental File System (IncFS) dient demnach dazu, Anwendungen mit besonders großen Binärdateien auch dann schon auszuführen, während diese noch heruntergeladen beziehungsweise installiert werden.

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Eine ähnliche Funktion bietet Google für Android bereits mit den sogenannten Instant Apps, an denen das Unternehmen seit einigen Jahren mit Hilfe unterschiedlicher Techniken arbeitet. Die Instant Apps ermöglichen es, Funktionen von Apps direkt zu verwenden, ohne auf deren Installation warten zu müssen. Mit IncFS wird Ähnliches möglich, dank einer Kernel-Implementierung wohl aber deutlich schneller.

Erste Patches für den Linux-Kernel dazu hat Google schon im Mai vergangenen Jahres auf einer Mailingliste der Kernel-Hacker vorgestellt. Der damit verfügbaren Dokumentation zufolge liege der Fokus des IncFS vor allem auf der inkrementellen Übertragung weniger, aber sehr großer Dateien. Google spricht hier von weniger als 100 Dateien, die aber je mehr als 10 MByte groß seien. IncFS sei zudem als virtuelles Dateisystem umgesetzt und habe ähnliche Eigenschaften wie ein Netzwerkdateisystem, auf das nur lesend zugegriffen werden könne. So könnten Inhalte aufgelistet und gelesen werden, sobald aber ein Block geladen wurde, kann dieser nicht mehr verändert werden. Das ergibt sich aus dem sehr engen Einsatzbereich für IncFS.

Google hat nun damit begonnen, viele Details der Kernel-Arbeiten sowie dazugehörigen Userspace-Anwendungen in das Android Open Source Project (AOSP) einzupflegen. Dazu gehören insbesondere Patches für das neue generische Kernel-Image und auch Anpassungen werden etwa auf Googles aktuellem Pixel 4 XL getestet. Im Review-Tracker finden sich viele weitere Änderungen mit Bezug auf das IncFS inklusive Backports auf die Kernel-Version 4.14 und 4.19. Das ist ein Zeichen dafür, dass Google plant, das IncFS in einer kommenden Android-Version als Teil der Updates bereitzustellen, vielleicht sogar schon mit dem kommenden Android 11.

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Lachser 20. Feb 2020 / Themenstart

Da stimme ich zu, Android hat bedeutend grössere Baustellen für die es sich lohnt...

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