Google: Android-Apps bekommen DRM-Zusatz

Google fügt Android-Apps im Play Store Metadaten hinzu, um diese als von Google zertifizierte Anwendungen auszuweisen. Was nach DRM klingt, soll in Märkten Sicherheit bringen, in denen Nutzer Apps legal über Peer-to-Peer-Netzwerke teilen. Missbrauch ist aber dennoch denkbar.

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Google führt Metadaten für Android-Apps aus dem Play Store ein.
Google führt Metadaten für Android-Apps aus dem Play Store ein. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Google hat eine neue Sicherheitsmaßname für Apps vorgestellt, die aus dem hauseigenen Play Store bezogen werden. Alle diese Anwendungen werden künftig einen Block Metadaten enthalten, die zertifizieren sollen, dass es sich um eine legale Kopie der Software handelt. Im weitesten Sinne ist es also DRM (Digital Rights Management).

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Die Metadaten sollen belegen, dass die App aus dem Play Store bezogen wurde. Dieser Schritt soll in Märkten, in denen Apps nicht zwingenderweise direkt aus Googles App-Store kommen, für Sicherheit bei den Kunden sorgen - und natürlich auch illegale Kopien verhindern. Google erwähnt in seinem Blog-Post als konkretes Beispiel Peer-to-Peer-Netzwerke.

Metadaten sollen Nutzer in Peer-to-Peer-Netzwerken schützen

Dabei können Nutzer auch ohne Onlineverbindung Anwendungen weitergeben, was besonders in Ländern wichtig ist, in denen Nutzer nicht immer eine Onlineverbindung zur Verfügung haben. Die angehängten Metadaten sollen unter anderem dafür sorgen, dass eine auf diese Weise installierte App in die Liste der installierten Anwendungen im Play Store hinzugefügt wird, sobald der Nutzer wieder online ist. Dann lassen sich auch Dienste wie Play Spiele nutzen.

Wie unter anderem Slashgear anmerkt, bietet ein derartiges DRM zumindest in der Theorie auch Möglichkeiten für Entwickler, die für Nutzer weniger vorteilhaft sein können. So könnte eine Änderung der Metadaten beispielsweise ein Update verpflichtend machen, ohne das die App nicht mehr funktioniert. Inwieweit das tatsächlich möglich sein wird, ist allerdings fraglich: Momentan scheint ausschließlich Google die zusätzlichen Metadaten zu erzeugen und einzubinden, Programmierer müssen keine eigenen Schritte unternehmen.

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