Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Google: Alle wichtigen Arbeiten an Android O sind abgeschlossen

Google hat die dritte Entwicklerversion von Android O veröffentlicht. Damit sind alle APIs final und App-Entwickler sind aufgerufen, ihre Apps mit der neuen Android-Hauptversion zu testen. Wie erwartet trägt Android O die Versionsnummer 8.0.
/ Ingo Pakalski
41 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Das aktuelle Logo von Android O (Bild: Google/Screenshot: Golem.de)
Das aktuelle Logo von Android O Bild: Google/Screenshot: Golem.de

Bei Android O sind alle wichtigen Arbeiten abgeschlossen. Mit der dritten Entwicklerversion enthüllt Google erstmals die Versionsnummer. Wenig überraschend wird Android O die Version 8.0 tragen. Wenn Android O installiert ist, wird die Versionsnummer in den Einstellungen angezeigt. Im Blog-Post zur Developer Preview 3 von Android O(öffnet im neuen Fenster) nennt Google die Versionsnummer nicht. Mit der dritten Vorschauversion gibt es nur kleine Änderungen daran, auf die Google selbst aber nicht eingeht.

Warnungen vor Hintergrund-Apps

Laut dem Magazin 9To5Google(öffnet im neuen Fenster) spuckt das Betriebssystem Benachrichtigungen aus, sobald eine App im Hintergrund aktiv ist. Bei Bedarf kann der Nutzer Apps beenden, die gerade nicht gebraucht werden. Denn mit Android O intensiviert Google seine Bemühungen, die Hintergrundprozesse zu reduzieren, um mit den Android-Geräten eine längere Akkulaufzeit zu erreichen.

Android O – Test
Android O – Test (01:38)

Dafür gibt das Betriebssystem den Apps neue Beschränkungen vor. Nur noch eine begrenzte Anzahl an Aktionen dürfen Apps nutzen, wenn sie im Hintergrund ausgeführt werden. Mit den vergangenen Android-Versionen hat Google bereits mehrfach in diesen Bereichen gearbeitet, um eine längere Akkulaufzeit zu erreichen.

App-Entwickler sollen testen

Mit der dritten Entwicklerversion sind alle APIs von Android O final. App-Entwickler sind aufgerufen, ihre Produkte unter Android O zu testen. Damit will Google sicherstellen, dass Entwickler genügend Zeit haben, ihre Apps anzupassen, damit diese auch laufen, wenn das Betriebssystem in der fertigen Version erscheint.

Zu den weiteren Neuerungen von Android O zählen neue Benachrichtigungskanäle. Nutzer können darüber Benachrichtigungen einer App thematisch sortieren und Themenfelder bei Bedarf ausblenden. Mit der Autofill-API lässt sich ein Passwortmanager als Standard definieren, der sich dann systemweit um das automatische Ausfüllen von Adressen, Benutzernamen und Kennwörter kümmert.

Bild-in-Bild-Modus kommt

Mit Android O führt Google einen Bild-in-Bild-Modus ein. Apps können dann auf ein kleines Fenster reduziert werden. Anwender können etwa ein Video in einem schwebenden Fenster anschauen, während eine andere App genutzt wird. Bei den App-Icons ermöglicht Android O jetzt adaptive Icons, die in verschiedenen Formen kommen und auch animiert sein können.

Auch die dritte Entwicklerversion von Android O(öffnet im neuen Fenster) gibt es für eine kleine Auswahl an Android-Geräten. Dazu zählen das Tablet Pixel C, die Smartphones Nexus 5X, Nexus 6P, Pixel und Pixel XL sowie die Streaming-Box Nexus Player. Wer sich für das Android-Beta-Programm angemeldet hat, erhält drahtlos ein Update.

Weitere Entwicklerversion geplant

Alle Android-Hauptversionen tragen als Beinamen die Bezeichnungen von Süßspeisen. Seit einiger Zeit macht sich Google einen Spaß daraus, die entsprechenden Bezeichnungen möglichst lange geheim zu halten. Das ist auch bei Android O der Fall: Noch ist nicht bekannt, welches Süßspeise mit dem Buchstaben O verwendet wird.

Im Juli 2017 will Google eine vierte Entwicklerversion von Android O veröffentlichen. Das fertige Android O soll dann im dritten Quartal 2017 erscheinen. Google wollte den Termin bislang nicht näher eingrenzen. Android 7.0 alias Nougat erschien Ende August 2016.


Relevante Themen