Wird selbst nach zweimal gucken nicht besser
Zweimal konnten wir den Film vorab sichten. Geholfen hat es nicht. Ob mit seinen Gags, seinen satirischen Motiven oder all den Klischees, die sich durch das gesamte Drehbuch ziehen. Inhaltlich passt hier wirklich nichts zusammen.
Wir ahnen, dass dies hier vor Jahren mal, als erste Idee, ein fulminanter, ganz aktueller Anti-KI-Film werden sollte. Heraus kam heute jedoch nicht bloß ein viel zu oberflächliches, nur alte Ideen recycelndes Sci-Fi-Werk. Sondern auch eines mit kontraproduktivem Effekt.
Wenn derart beliebig zusammengesetzte Filme von Menschen schon so wirken, als hätte eine KI sie ohne tieferes Verständnis für die Materie grob zusammengeschustert, werden wir es dem Kinopublikum in Zukunft kaum übel nehmen können, sollte es ihm egal sein, ob Filme tatsächlich komplett von KI generiert wurden oder von Menschen produziert.
Je mehr generische, uninspirierte große Filme es in Kinos und bei Streaming-Plattformen zu sehen gibt, desto übergangsloser werden Konsumenten KI-Filme als gleichwertig akzeptieren.
Falls Gore Verbinski und Matthew Robinson uns absichtlich vor Augen führen wollten, wie blöd KI-Slop als Kinofilm rüberkommen würde, indem sie ihn nachahmen, hat das nicht funktioniert. Dafür hätten sie eine solche bewusste Aussage wesentlich intelligenter, vor allem lustiger, pointierter erkennbar machen müssen. So haben sie ihrer eigenen Message durch plumpes Imitieren unterm Strich nur einen Bärendienst erwiesen.
Good Luck, Have Fun, Don't Die ist am 12. März 2026 regulär in den deutschen Kinos erschienen, nachdem er vorher bereits auf Festivals wie der Berlinale lief.
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