Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Golf Plugin-Hybrid: VW kämpft mit Akkuzellen- und Chip-Mangel

Die Fertigung der Hybrid-Varianten des VW Golf in Wolfsburg ist durch Engpässe bei Akkuzellen und den Chipmangel bedroht.
/ Andreas Donath
27 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
VW Golf VIII (Bild: Volkswagen)
VW Golf VIII Bild: Volkswagen

Die Produktion des VW Golf eHybrid und des Golf eTSI ist in Gefahr, weil Chips fehlen und die Akkuzellen knapp werden. Wie die Braunschweiger Zeitung schreibt(öffnet im neuen Fenster) (Paywall), soll es offene Bestellungen für 93.000 Golf geben. Diese würden die Produktion in Wolfsburg mehr als vier Monate auslasten.

Der Vorsitzende des Gesamt- und Konzernbetriebsrats, Bernd Osterloh, sagte der Zeitung, besonders die Hybrid-Varianten des Golfs seien beliebt. Sie machten mittlerweile 60 Prozent der Bestellungen in Deutschland und 40 Prozent der in Europa aus.

Und selbst wenn es genügend Chips gäbe: Es mangelt an Akkuzellen, heißt es in dem Bericht. VW musste in den Werken Wolfsburg, Braunschweig, Salzgitter und Kassel Kurzarbeit anmelden. "Wir verfügen nicht über genügend Batteriezellen, um alle Aufträge rasch abarbeiten zu können" , sagte Osterloh. "Da hat wohl irgendjemand die Nachfrage falsch eingeschätzt."

Chipmangel wird für die Autoindustrie gefährlich

Schon im Dezember 2020 hatte Volkswagen auf die angespannte Situation bei einigen zentralen Zulieferern, auch in Asien, gewarnt. Halbleiter sind durch die Auswirkungen der Pandemie besonders gefragt, und Chipproduzenten hatten offenbar nicht erwartet, dass die Nachfrage aus der Autoindustrie so schnell wieder steigen würde. Auch in anderen Branchen wie Unterhaltungselektronik oder Medizintechnik ist die Nachfrage nach Halbleitern hoch.

In der Autoindustrie ist nicht nur Volkswagen betroffen, sondern auch Hersteller wie General Motors, Renault und Daimler werden genannt. Die Autobranche nimmt nach Angaben von Osterloh nur 12 Prozent der Halbleiterproduktion ab und ist deshalb in einer schlechten Verhandlungsposition.

VW erwartet, dass der Chipmangel auch im zweiten Quartal 2021 anhalte. Die Website Autonews(öffnet im neuen Fenster) berichtet über eine Studie des Beratungsunternehmens AlixPartners(öffnet im neuen Fenster) , der zufolge das Problem die Autohersteller in diesem Jahr 61 Milliarden US-Dollar Umsatz kosten könnte.


Relevante Themen