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Golem on Edge: Wo Nachbarn alles teilen - auch das Internet

Mehr schlecht als recht arbeiten zu können und auch nur dann, wenn die Nachbarn nicht telefonieren - das war keine Dauerlösung. Wie ich endlich Internet in meine Datsche bekommen habe.

Eine Kolumne von veröffentlicht am
Viel Platz für WLAN, das jetzt auch die Nachbarn nutzen.
Viel Platz für WLAN, das jetzt auch die Nachbarn nutzen. (Bild: Sebastian Grüner/Golem.de)

Entspannt im Homeoffice arbeiten, auf den Garten gucken und mich dabei von der Natur ablenken lassen, ohne zu sehr an die Coronakrise denken zu müssen - meine Datsche soll mir genau das eigentlich ermöglichen. Nur: Ohne brauchbares Internet wird das sehr schwierig. Eine Lösung muss her, und zwar schnell.

Inhalt:
  1. Golem on Edge: Wo Nachbarn alles teilen - auch das Internet
  2. Ein Funke Hoffnung

Sie soll möglichst okay funktionieren, mir aber vor allem so wenig Arbeit wie möglich machen. Und sie soll mir nicht unnötig Nerven rauben - ich bin hier schließlich zur Entspannung. Eine schnelle Lösung, das merke ich sofort, wird es aber nicht geben, also arbeite ich an einer Zwischenlösung. Dabei setze ich auf die Hilfe der Nachbarschaft. Die ist zwar hilfsbereit, kann aber die Defizite der Infrastruktur nicht ausgleichen, wie ich bald feststellen muss.

Für die kurzen Wochenendtrips an die Datsche lange vor Corona habe ich ab und zu das WLAN meiner Nachbarn nutzen können. Es war verfügbar, und auf dem Land werden die spärlichen Ressourcen einfach liebevoll mit allen geteilt. Für ein oder zwei E-Mails, die mal wirklich am Wochenende notwendig waren, oder eine der wenigen Textnachrichten per Messenger, die nicht warten konnten, hat das bisher immer gereicht.

Am unteren Ende der Bandbreite

Auch meine Arbeit besteht zum größten Teil einfach nur daraus, viel Text zu lesen und Texte zu schreiben. Wirklich gutes Internet brauche ich dafür nicht, denke ich erst mal sehr naiv und versuche also, mich mit dem Netz der Nachbarn zu begnügen. Die Antwort auf die obligatorische Frage "Was kann da schon schiefgehen?" oder eben WCGW? (What could go wrong?) ist eine Erfahrung, die ich mir schlechter nicht hätte vorstellen können - ganz so, wie es das zu der Frage gehörige Internetmeme eben möchte.

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Laut Aussage der Nachbarn verkauft die Telekom den Anschluss als DSL, aber ich kann damit nicht einmal Golem.de richtig laden und gerate sehr schnell viel näher an den Rand eines Nervenzusammenbruchs, als mir lieb ist. Nach einem kurzen Technikplausch mit den Nachbarn sitze ich vor deren Router und schaue mit einer Mischung aus Fassungslosigkeit und Verwunderung auf die Details im Webinterface des Routers. Die Downloadrate bewegt sich demnach stabil bei 384 Kbit/s. Das ist gerade noch so technisch als DSL realisierbar, bei einer Leitungslänge von wohl mindestens fünf Kilometern.

Erschwerend kommt hinzu, dass es sich um einen bereits auf All-IP umgestellten Anschluss handelt. Sollten die Nachbarn also telefonieren, während ich zum Beispiel gerade verzweifelt versuche, ein Bild hochzuladen, wird die Situation noch schlechter und an Arbeit im Homeoffice ist nicht mehr zu denken. Ich gebe nach wenigen Tagen entnervt auf, ziehe mich geschlagen in die Großstadt zurück - und komme mit einem Plan wieder.

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Ein Funke Hoffnung 
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uschatko 08. Aug 2020

Nur die haben im Vergleich mit stationären Routern einen signifikant schlechteren...

uschatko 08. Aug 2020

Aha, die Innenstädte von z.B. Stuttgart, Karlsruhe oder Heilbronn sind in welcher...

chartmix 07. Aug 2020

Das war auch eher offtopic. Schmadam braucht einfach einen vollklimatisierten Rucksack.

berritorre 07. Aug 2020

Entweder schauen, ob du die Zugänge drosseln kannst, oder das Gastzugangspasswort...

berritorre 07. Aug 2020

Baumansicht wählen und nicht irgendwo wahllos antworten, dann gibt es keine solche...


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