Golem Karrierewelt: Podcast: Microsoft Copilot - erst planen, dann aktivieren
Microsoft Copilot wird in vielen Unternehmen als nächster logischer Schritt in Microsoft 365 gesehen. Doch die Einführung ist mehr als das Aktivieren einer Lizenz. Copilot verändert, wie Beschäftigte mit Informationen, Entscheidungen, Meetings, E-Mails und Dokumenten arbeiten.
Warum eine schnelle Aktivierung riskant ist
Kritisch wird Microsoft Copilot dort, wo gewachsene Datenstrukturen, unklare Verantwortlichkeiten oder zu weit gefasste Berechtigungen bereits zum Alltag gehören. Copilot löst diese Probleme nicht automatisch. Im Gegenteil: Die KI macht sichtbar, was im Tenant vorhanden ist, und verstärkt damit gute wie schlechte Voraussetzungen. Schlechte Datenqualität, offene Teams, veraltete Dokumente, fehlende Metadaten oder unklare Zugriffsrechte können so schneller zu falschen Ergebnissen, unerwarteten Treffern und Frust bei Nutzern führen.
Erst Use Cases, dann Lizenzen
Die zentrale Aufgabe besteht darin, Microsoft Copilot nicht isoliert als KI-Funktion zu betrachten, sondern als Veränderung des Arbeitsmodells. Unternehmen sollten vor dem Rollout klären, welches Problem sie lösen wollen, welche Rollen zuerst profitieren, welche Daten sicher genutzt werden dürfen und welche Szenarien tatsächlich Mehrwert bringen. Sinnvoll ist ein Start mit klar definierten Use Cases, einer begrenzten Pilotgruppe und einem Datenumfang, der vorher geprüft wurde.
Governance, Berechtigungen und Datenqualität
Vor der Aktivierung sollten Datenquellen, Teams, Sharepoint-Sites, Onedrive-Bestände und Exchange-Inhalte bewertet werden. Dazu gehören Eigentümerschaft, Lifecycle, Namenskonventionen, Metadaten, Sensitivity Labels, Retention, DLP-Regeln und regelmäßige Access Reviews. Entscheidend ist das Prinzip: Was ein Nutzer sehen darf, kann auch Copilot finden. Berechtigungen sind damit nicht nur ein technisches Detail, sondern die zentrale Sicherheitsgrenze.
Ebenso wichtig ist das Change Management. Nutzer brauchen Orientierung, sichere Prompting-Regeln, Beispiele aus ihrem Arbeitsalltag, Supportmodelle, Office Hours und realistische Erwartungen. Copilot kann Entwürfe erstellen, Inhalte zusammenfassen, Aktionen extrahieren oder Routinearbeit beschleunigen. Die KI ersetzt aber keine fachliche Prüfung, keine Prozessverantwortung und keine Entscheidung durch Menschen.
In der Youtube-Sendung "Microsoft Copilot – Erst planen, dann aktivieren(öffnet im neuen Fenster)" spricht Microsoft-MVP und BPM-Profi Šenaj Lelić(öffnet im neuen Fenster) über typische Fehler bei der Einführung von Microsoft Copilot und über die Frage, wie Unternehmen Risiken frühzeitig vermeiden können. Der Schwerpunkt liegt auf Governance, Datenqualität, Berechtigungen, Use Cases, Pilotierung, Prompting und einer praxisnahen Planung vor dem Rollout.
Moderiert wird der Podcast von Aaron Siller(öffnet im neuen Fenster), der als Berater und Trainer ein breites Themenspektrum im Ökosystem von Microsoft 365 abdeckt.
Ihr habt Fragen zur Einführung von Microsoft Copilot im Unternehmen? Im Youtube-Livechat könnt ihr eure Fragen loswerden und eigene Erfahrungen teilen.
Donnerstag, 21. Mai, 15 Uhr auf Youtube
Das Live-Webinar kann auf dem Youtube-Kanal von Golem.de(öffnet im neuen Fenster) verfolgt werden. Der Stream wird später im Videoarchiv des Youtube-Kanals von Golem.de(öffnet im neuen Fenster) verfügbar sein.
Inside Microsoft 365: Microsoft Copilot – Erst planen, dann aktivieren mit Šenaj Lelić, Microsoft MVP und BPM-Profi, und Aaron Siller, Microsoft Cloud Spezialist, Donnerstag, 21. Mai, 15 Uhr(öffnet im neuen Fenster).
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