Health-Studie 2026: ITler am Limit
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In vielen IT-Firmen sind die Zahlen schlecht, die Branche insgesamt kommt nicht aus dem Tief. Die Beschäftigten spüren die Folgen, etwa durch ausbleibende Boni oder Prämien, aber auch durch ein angespanntes Betriebsklima.
Das schlägt sich auf die Gesundheit der ITler nieder, wie unsere aktuelle Health-Studie zeigt. Wir befragen seit mehreren Jahren IT-Fachkräfte im deutschsprachigen Raum. Bei der mentalen und körperlichen Gesundheit zeigt sich ein deutlicher Abwärtstrend, der auch im vergangenen Jahr anhält: Die ITler, die ihren eigenen Gesundheitszustand als positiv einstufen, sind mittlerweile in der Minderheit.
Die Probleme der IT-Fachkräfte: Sie leiden unter hohem Termindruck, mangelnder Wertschätzung und unklaren Zielvorgaben. Erstmals haben wir danach gefragt, ob KI die Arbeit erleichtert: Neun von zehn Befragten sehen eher Gefahren und Risiken.
Dass es sich nicht nur um ein Problem der IT handelt, zeigt auch die aktuelle Krankenstandsanalyse der DAK für das Jahr 2025(öffnet im neuen Fenster). Im Vergleich zum Vorjahr blieb die Zahl der Krankheitstage mit durchschnittlich 19,5 zwar stabil, der Anteil der psychischen Erkrankungen stieg allerdings um knapp sieben Prozent.
Mit durchschnittlich 11,5 Tagen melden sich Arbeitnehmer in Informatik-, Informations- und Kommunikationstechnologieberufen immer noch am wenigsten oft krank (PDF)(öffnet im neuen Fenster).
Die Debatte über die Ursachen der Krankheitstage ist längst in der Politik angekommen. Allerdings stellte sich heraus, dass weder telefonische Krankschreibungen noch die Lohnfortzahlung(öffnet im neuen Fenster) ab dem ersten Tag einen messbaren Einfluss auf die Entwicklung haben.
Mehr als 2.300 ITler machten mit
Woran liegt es also wirklich? Das Ergebnis unserer Studie ist klar: ITler arbeiten am Limit.
Für die Health-Studie 2026 haben wir 2.334 IT-Angestellte zwischen dem 12. November 2025 und dem 25. Januar 2026 befragt. Die Befragung fand online bei Golem-Nutzern statt, die über die Golem-Webseite, den Newsletter, die Karrierewelt und Social Media zur Teilnahme aufgefordert wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass sich der besorgniserregende Trend der Vorjahre fortsetzt. Mehr noch: Den ITlern geht es immer schlechter.
Abwärtstrend seit 2023
ITler spüren die Folgen der gedämpften wirtschaftlichen Lage unmittelbar – im Geldbeutel, aber auch an der Stimmung in der Firma. Das wirkt sich spürbar auf die Motivation und Zufriedenheit aus.
Betroffen ist besonders die psychische Gesundheit. Nur jeder vierte Befragte sagt von sich, dass er sich fit fühle, im Vorjahr war es noch etwa ein Drittel. Auch körperlich bauen viele Angestellte ab. Lediglich ein Drittel der Befragten bezeichnet den eigenen körperlichen Zustand als gut.
Im Jahr 2023 waren noch über die Hälfte der Umfrageteilnehmer mit ihrem körperlichen und 40 Prozent mit ihrem mentalen Zustand zufrieden.
Die vollständige Studie mit allen Zahlen, Daten und Fakten im Detail und Anregungen für Arbeitgeber stellen wir in einem umfangreichen PDF zur Verfügung. Einfach für den Newsletter der Karrierewelt anmelden und der Download-Link kommt per Mail ins Postfach. Golem wird auch in den kommenden Jahren IT-Angestellte zu ihrem Gesundheitszustand jährlich befragen und somit dokumentieren, ob sich Verbesserungen einstellen.
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