Malware in Copyshop entdeckt

Daneben setzen die Firmen verschiedene Verfahren ein, um das Einschleusen von Malware auf die Terminals zu verhindern. Die Geräte seien "weitestgehend an den Eingabeschnittstellen abgesichert", teilte Orwo mit. "Dies wird zum einen durch Hardware, zum anderen durch Windows und besondere Sicherheitsfunktionen der Order-It Software realisiert." Zudem würden die Terminals "regelmäßig und bei allen Wartungseinsätzen hinsichtlich Schadsoftware untersucht".

Stellenmarkt
  1. Embedded-Entwickler (m/w/d) Bildverarbeitung
    STEMMER IMAGING AG, Puchheim bei München
  2. Product Owner (m/w/d)
    Bike Mobility Services GmbH, Cloppenburg
Detailsuche

Auch Fujifilm überprüft nach eigenen Angaben die Systeme regelmäßig auf Viren und Trojaner. "Die Software ist so angelegt, dass bei bestimmungsgemäßem Gebrauch keine Malware auf das Terminal gelangen kann", teilte das Unternehmen mit. "Das Betriebssystem ist ebenfalls so konfiguriert, dass der Befall mit Malware größtmöglich erschwert wird." Ob potenzielle Hacker sich aber an den "bestimmungsgemäßen Gebrauch" der Software halten, darf stark bezweifelt werden.

Daten in separater Partition gespeichert

Cewe räumt offen ein, keine Antivirensoftware einzusetzen, "da die schlanke Linux-Basis sich bisher als sehr stabil erwiesen hat und die Bilddaten selbst als JPG übertragen werden". Würden Dateien erkannt, die keine gültigen JPG-Daten enthielten, würden diese nicht kopiert. Sollte sich die Bedrohungslage ändern, könnten Fototerminals schnell mit einer neuen Software versorgt werden, da diese über ein Netzwerk mit dem Unternehmen verbunden seien.

Auch Kodak setzt nach eigenen Angaben keine Virenscanner ein, weil das die Leistung reduziere und voraussetze, dass das Gerät online sei. Zudem würden ausschließlich Bilddatenformate oder Multimediadatenformate eingelesen. Die Daten würden in einer separaten Partition nur begrenzte Zeit bereitgehalten und nach dem Auftrag sofort gelöscht. Externe Sicherheitsfirmen hätten ebenfalls keinen Bedarf für Virenscanner gesehen.

Copyshops warnen selbst vor Viren

Golem Karrierewelt
  1. Kotlin für Java-Entwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    13./14.10.2022, Virtuell
  2. Automatisierung (RPA) mit Python: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    03./04.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Offensichtlich erfüllen die Sicherheitsvorkehrungen der Anbieter von Fototerminals ihren Zweck. Bis auf die erwähnten Schreibzugriffe fand Kaspersky auf den Sticks keinerlei Malware oder sonstige Daten. Anders als bei den Fototerminals ist bei Rechnern von Copyshops hingegen nicht sinnvoll, den Laufwerken keine Schreibrechte zu erteilen. Denn es kann schon vorkommen, dass Dateien vor dem Ausdrucken noch bearbeitet und dann in korrigierter Form wieder abgespeichert werden. Kein Zufall daher, dass die getesteten Copyshops alle das Zugriffsdatum aktualisiert haben. Meist benutzen die Läden Rechner, auf denen Windows 7 oder Windows 8 läuft, auf vielen war auch eine Virenschutzsoftware wie HDGuard oder Kaspersky installiert. Eine Copyshop-Kette weist die Nutzer ausdrücklich darauf hin: "Auf diesem Rechner ist ein aktueller Virenscanner installiert. Dennoch können wir keine Haftung für die Virenfreiheit des Systems übernehmen."

In drei Fällen wurde die jeweilige UUID (Universally Unique Identifier) des Volumes in der Datei Indexer Volume Guid angelegt und in einem Ordner System Volume Information im Root-Verzeichnis des Sticks abgelegt. Laut Kaspersky ist das "völlig ungefährlich", dennoch sei ein Schreibzugriff "in diesem Szenario unangebracht".

Nur einen einzigen infizierten Stick fand Kaspersky: In einem Copyshop in Berlin-Kreuzberg war ein Rechner mit der gefährlichen Malware Sality verseucht, die vor zwei Jahren immer noch sehr verbreitet war. Kein Zufall, dass es sich bei dem betroffenen Computer um einen Windows-XP-Rechner handelte. Wer in einem Copyshop allerdings einen USB-Stick in einen XP-Rechner steckt, ist fast schon selbst schuld.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Golem.de-Test mit Kaspersky: So sicher sind Fototerminals und CopyshopsEmpfehlungen für den Schutz der Datenträger 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


wernersbacher 05. Jun 2015

Die Hardware zu hacken sollte jedoch etwas komplizierter sein als die Software. Und wer...

Nugget32 26. Mai 2015

enn man Prüfen will ,infach einen Modifizierten USb stick ( mit spezieller Firmware) in...

Youssarian 19. Mai 2015

'Wer in einem Copyshop allerdings einen USB-Stick in einen XP-Rechner steckt, ist fast...

der_wahre_hannes 15. Mai 2015

Ja, denn an solchen Terminals werden bekanntlich nur die schärfsten Nacktfotos...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Eichrechtsverstoß
Tesla betreibt gut 1.800 Supercharger in Deutschland illegal

Teslas Supercharger in Deutschland sind wie viele andere Ladesäulen nicht gesetzeskonform. Der Staat lässt die Anbieter gewähren.

Eichrechtsverstoß: Tesla betreibt gut 1.800 Supercharger in Deutschland illegal
Artikel
  1. Bitblaze Titan samt Baikal-M: Russischer Laptop mit russischem Chip ist fast fertig
    Bitblaze Titan samt Baikal-M
    Russischer Laptop mit russischem Chip ist fast fertig

    Ein 15-Zöller mit ARM-Prozessor: Der Bitblaze Titan soll sich für Office und Youtube eignen, die Akkulaufzeit aber ist fast schon miserabel.

  2. Quartalsbericht: Huawei steigert den Umsatz trotz US-Sanktionen wieder
    Quartalsbericht
    Huawei steigert den Umsatz trotz US-Sanktionen wieder

    Besonders im Bereich Cloud erzielt Huawei wieder Zuwächse.

  3. Maschinelles Lernen und Autounfälle: Es muss nicht immer Deep Learning sein
    Maschinelles Lernen und Autounfälle
    Es muss nicht immer Deep Learning sein

    Nicht nur das autonome Fahren, sondern auch die Fahrzeugsicherheit könnte von KI profitieren - nur ist Deep Learning nicht unbedingt der richtige Ansatz dafür.
    Von Andreas Meier

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Palit RTX 3080 Ti 1.099€, Samsung SSD 2TB m. Kühlkörper (PS5) 219,99€, Samsung Neo QLED TV (2022) 50" 1.139€, AVM Fritz-Box • Asus: Bis 840€ Cashback • MindStar (MSI RTX 3090 Ti 1.299€, AMD Ryzen 7 5800X 288€) • Microsoft Controller (Xbox&PC) 48,99€ [Werbung]
    •  /