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Das GATT-Profil

Wie bereits geschrieben, kann mit diesem Profil ein Bluetooth-Gerät als einfacher Schlüssel-Wert-Speicher beschrieben werden. Ein Temperatursensor kann zum Beispiel unter einem konkreten Schlüssel die Temperatur zur Verfügung stellen und unter einem weiteren Schlüssel die Maßeinheit wie Celsius oder Fahrenheit.

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In der Praxis ist GATT allerdings komplizierter. Es fängt damit an, dass der Speicher hierarchisch organisiert ist. Auf oberster Ebene liegen einer oder mehrere Services. Ein Service definiert ein oder mehrere zusammengehörige Characteristics - dabei handelt es sich um die angebotenen Schlüssel. Über einen Schlüssel kann nun, je nach Geräten, ein Wert gelesen oder geschrieben werden, oder auch beides.

Warum das so kompliziert ist

Durch die hierarchische Struktur soll die Batterie geschont werden. Die Funkübertragung von Daten verbraucht viel Energie, deshalb sollte die Menge der zu übertragenden Daten möglichst minimal sein.

Nehmen wir ein Fitness-Armband, das die Temperatur des Trägers und dessen Blutdruck misst, dazu noch nett vibriert, wenn ein Anruf oder eine SMS auf dem gekoppelten Smartphone ankommt.

Mit Classic Bluetooth senden die Geräte dabei Inquiry Messages aus. Auf diese Weise findet das Smartphone das Armband. Dann erfolgen die Kopplung und die Verbindungsaufnahme. Als nächstes fragt das Smartphone über das Service Discovery Protocol (SDP), welche Profile mit welchen Spezifikationseigenschaften auf dem Gerät überhaupt zur Verfügung stehen. Bis der erste Temperaturwert übermittelt wurde, sind also schon einige Bluetooth-Datenpakete durch die Luft geflogen. Beim Thema SDP gilt es übrigens aufzupassen: Bei Classic Bluetooth sind mit Services im Namen des Protokolls tatsächlich in erster Linie die Profile gemeint, nicht die Services des GATT-Profils.

Bei BluetoothLE gibt es ebenfalls noch eine Inquiry Message, die Antwort darauf kann aber bereits die angebotenen Services des Armbandes enthalten. Das Smartphone kann also schon an diesem Punkt entscheiden, ob eine weitere Kommunikation sinnvoll ist. Wäre GATT "flach" organisiert, müssten dafür tatsächlich sämtliche Schlüssel-Identifikationen übermittelt werden - oder es wäre eine zusätzliche SDP-Abfrage fällig. Aber selbst der damit einhergehende Verbindungs- und Übermittlungsprozess ist bei Bluetooth-LE sparsamer als bei Bluetooth Classic.

 Golem.de programmiert: BluetoothLE im EigenbauiBeacon 
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Panzergerd 25. Sep 2015

Inzwischen gibt es bei BlueZ auch GATT-Support via D-Bus. Mit den Beispielprogrammen...

pUiE 10. Jun 2014

Um eine Verbindung von Android Smartphone zu µC herzustellen (zu testzwecken...

Tylon 25. Apr 2014

Sehr schön! An den Threadersteller: wer benötigt auch dB als Angabe bei den...

MarioWario 24. Apr 2014

Ja, im Bereich der Kraft-/Leistungsmesser ist ANT+ noch wichtig (momentan; http://www...


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