Golem.de guckt: Irgendwas mit Frauen und Klonen

Die Radio- und TV-Woche vom 6. bis zum 12. Februar bringt einen Film, dessen ambitionierter Plot Feminismus, Klondebatte und Porno irgendwie miteinander kombiniert. Wem davon der Kopf raucht, der sollte lieber Vogelstimmen anhören.

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Golem.de guckt: Irgendwas mit Frauen und Klonen

Über die Marktcheck-Serie ist in den vergangenen Wochen bereits viel geschrieben worden. Dieses Mal sind die Media-Markt-Märkte dran und indirekt auch die Saturns. Besonders viel Überraschendes wird der durchschnittliche Golem.de-Leser über das Geschäftsgebaren der beiden großen Ketten nicht erfahren. Die Bedeutung der Dokuserie liegt eher in dem prominenten Sendeplatz.
(Das Erste, 6.2.2012, 20:15 - 21:00 Uhr)

Der gemeine Großstädter wird mit Tierlauten nur noch im TV konfrontiert, und selbst dann ist es zu oft ein Imitator. Das Feature Die Ansichten der Tiere entführt so vor allem den landfernen Städter in eine Kulisse unbekannter Geräusche und Laute. Was klingt wie Lärm, ist oftmals Teil einer komplexen Kommunikation, die kaum entschlüsselt ist. Ein Highlight der Sendung ist der Hinweis auf das Tierstimmenarchiv für Geschnurrtes, Gebrülltes und Gebelltes im Berliner Naturkundemuseum.
(Dradio Kultur, 8.2.2012, 0:05 - 1:00 Uhr)

Das Zeitreise-Feature mit dem umständlichen Titel Freundschaft im Zeitalter ihrer technischen Optimierbarkeit - Gesellschaftliche Utopien der sozialen Medien könnte so manchen Zuhörer das Ende der Welt befürchten lassen. Die darin erörterte These mutmaßt nicht weniger, als dass soziale Netzwerke neue Entwürfe für Gesellschaftsformen erzeugen und, wie zum Beispiel Facebook, nicht weniger als eine Vorschule der sozialen Zukunft bilden.
(Dradio Kultur, 8.2.2012, 19:30 - 20:00 Uhr)

Der Filmtitel ist etwas irreführend: Teknolust. Es ist mitnichten ein Musikfilm, tatsächlich geht es ums Klonen. Die Story ist, ja, etwas abstrus: Eine Wissenschaftlerin schafft Klone von sich, die aber zum Überleben das Sperma von Männern benötigen. Den Nachschub beschafft eine der Klone, welche vor dem Tête-à-tête Filme in ihr Gehirn lädt, um zu "wissen" wie Männer und Frauen ticken. Leider werden die Männer dabei impotent, was das FBI auf den Plan ruft. Das Ganze wird dann im weiteren Verlauf noch komplizierter und irgendwie symbolischer.
Keine Angst, der Film kriegt die Kurve, um nicht in einen reinen Softporno abzugleiten, im Gegenteil, irgendwie ist er ein Loblied auf den Feminismus. Irgendwie nimmt er aber auch die Klondebatte auf die Schippe. Und genau dieses ständige "Irgendwie" ist die große Schwäche des Films.
(ZDF Kultur, 8.2.2012, 21:45 - 23:05 Uhr)

Forschung und Gesellschaft widmet sich zur besten Abendbrotzeit mit intelligenten Stromnetzen.
(Dradio Kultur, 9.2.2012, 19:30 - 20:00 Uhr)

Der zweite Teil der Dokumentation Nanotechnologie - Die unsichtbare Revolution beschäftigt sich mit dem Einsatz von Nanotechnik in der Umwelttechnik, zum Beispiel zur Reinigung von Abwasser - so gut auch die Resultate sein mögen: Wie kommt die Technik aus dem Trinkwasser wieder heraus?
(Arte, 9.2.2012, 22:10 - 23:05 Uhr)

Die Hitec-Sendung Keine Stille, nirgends über Lärm im Alltag ist zwar eine Wiederholung. Ich nehme sie aber kurz zum Anlass, um auf den Wegfall des Ausstrahlungstermins am Montagabend hinzuweisen. Vorerst wird Hitec nur noch sonntagnachmittags ausgestrahlt, und auch das zu einem früheren Termin als die Wiederholung früher.
(3Sat, 12.2.2012, 15:30 - 16:00 Uhr)

Vom Freistil-Feature Kaffee Radikal mag sich jeder ein eigenes Bild machen. Nur weil da einer seine Kaffeemaschine bei Starbucks gut bedienen kann, würde ich jetzt nicht gleich vom Barrista-Künstler sprechen. Was einen guten Kaffeekocher allerdings zur Ehre gereicht, ist sein Interesse an dem gesamten Anbau- und Produktionsprozess von Kaffeebohnen.
(DLF, 12.2.2012, 20:05 - 21:00 Uhr)

Alle Termine sind als ics-Datei verfügbar: https://www.golem.de/guckt/GoGu_20120206.ics
Dauerlink: https://www.golem.de/guckt/GoGu.ics
(Hinweis: Die Aktualisierung des Dauerlinks erfolgt erst am 5.2.2012 gegen Mitternacht.)

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