Golem.de-Corona-Umfrage 2021: Alles ist besser, alles ist schlechter

Fast 10.000 ITler haben uns beantwortet, wie Corona ihr Arbeitsleben beeinflusst hat. Die einen sind im zweiten Pandemiesommer erfolgreich und zufrieden, für andere ist es schwer.

Artikel veröffentlicht am , Christian Hensen
Homeoffice und Corona sind seit Anfang 2020 DAS Thema der Arbeitswelt.
Homeoffice und Corona sind seit Anfang 2020 DAS Thema der Arbeitswelt. (Bild: Alexandra_Koch / Pixabay)

Die Firma wächst rasant, die Pleite steht bevor. Durch Homeoffice endlich mehr Freizeit, durch Homeoffice kaum noch Freiheit. Die Erlebnisse der Golem.de-Leser und Leserinnen während der Coronapandemie könnten nicht unterschiedlicher sein. Von Helden der Arbeit bis zu tiefster Frustration war bei den Antworten zu unserer Umfrage Ende Juni ziemlich alles dabei. Die einfache Frage: "Wie geht es euch?" ist komplexer, als man zunächst denkt.

Inhalt:
  1. Golem.de-Corona-Umfrage 2021: Alles ist besser, alles ist schlechter
  2. Coronapandemie: Tools und Gewohnheiten

An erster Stelle: Vielen Dank für die rege Teilnahme an unserer Umfrage zur Arbeit von IT-Profis in der Coronazeit! 9.791 Personen haben ausführlich auf unsere Fragen geantwortet und uns einen Einblick in die Arbeitswelt im zweiten Coronasommer gegeben. Zwei Drittel der Teilnehmer sind zwischen 30 und 45 Jahre alt, das andere Drittel teilt sich zu fast gleichen Teilen in 18- bis 29- Jährige und 46- bis 59-Jährige auf. Ein Prozent ist 60 Jahre und älter. 95 Prozent sind männlich, 2 Prozent weiblich und 3 Prozent ließen die Angabe aus.

Mit 91 Prozent befinden sich die meisten Teilnehmer in einer festen Anstellung, nur 4 Prozent arbeiten selbstständig. 45 Prozent gaben einen akademischen Hintergrund an, 32 Prozent eine Berufsausbildung.

Stimmung und Arbeitsort

Wenig überraschend: 52,5 Prozent arbeiteten zum Zeitpunkt der Befragung durchgehend im Homeoffice. 17,3 Prozent bleiben vorwiegend zuhause, 13 Prozent wechseln den Arbeitsort regelmäßig und nur 16,5 Prozent sitzen vorwiegend oder immer im Büro. Das, womöglich gepaart mit anderen Faktoren wie Calls, Stress und dem Zwang, erreichbar zu sein, drückt offenbar auf die Stimmung. Nur 37 Prozent gaben an, dass sich ihre Stimmung nicht verändert habe, 63 Prozent haben nach eigener Einschätzung mental und/oder körperlich abgebaut.

Das Feedback reicht an dieser Stelle von sehr gut bis kaum auszuhalten. Viel gelobt wird ein Plus an Freizeit und Arbeitszeit, etwa durch wegfallende Arbeitswege, verhasst ist bei vielen die fehlende Trennung von Arbeit und Privatleben. Oft bemängelt wird ebenso schlechtes Management und mangelnde zwischenmenschliche Kommunikation zu Themen abseits der Arbeit. Die Geister scheiden sich bei der Frage der Erreichbarkeit. Einerseits wünschen sich viele, dass Kollegen immer und schnell auf Anfragen antworten, andererseits fühlen sich dadurch viele stark unter Druck gesetzt.

Über ein Viertel gab an, akut mit dem Thema Burnout zu kämpfen, 6 Prozent haben Existenzängste. Golem.de hat zum Thema gleich mehrere, sehr spannende Geschichten. Ein besonders schwerer Fall von Burnout wurde Ende Juli geschildert.

Die Mehrheit der Arbeitgeber und -nehmer finden jedoch offenbar insgesamt Gefallen an der neuen Arbeitswelt: Mehr als die Hälfte der Befragten gaben an, auch nach Corona häufiger im Homeoffice arbeiten zu dürfen, nur 15 Prozent kehren nach der Pandemie in alte Muster zurück. Rund 25 Prozent blicken in eine ungewisse Zukunft, hier fehlt derzeit offenbar noch eine Entscheidung seitens der Arbeitgeber.

Hardware ja, Hilfe nein

Was die Ausstattung betrifft, haben sich wohl besonders Hersteller von Bürostühlen, Monitoren und Schreibtischen über die Krise gefreut. 36 Prozent der Umfrageteilnehmer kauften sich eine neue Sitzgelegenheit, 33 Prozent einen Monitor und 24 Prozent benötigten ein neues Headset. Kaum Überraschungen gab es im Freifeld unter "Sonstiges", hier gaben die meisten von euch an, Schreibtische, Webcams oder Peripherie gekauft zu haben. Viele Firmen finanzierten Mitarbeitern die Ausrüstung, nur wenige Mitarbeiter klagten über ungeplante Kosten.

Nur 51 Prozent der Befragten gaben an, dass Corona kaum oder keine Auswirkungen auf ihre Arbeit habe. 32 Prozent klagen über einen starken Anstieg von Stress und Arbeitsbelastung, 6,5 Prozent mussten in Kurzarbeit und 1,6 Prozent haben gar ihren Arbeitsplatz verloren. 17 Prozent spielen derzeit mit dem Gedanken, den Job zu wechseln.

Recht hoch ist der Anteil derer, die derzeit insgesamt über eine größere Veränderung ihrer beruflichen Situation nachdenken. Dabei geht es nicht nur um einen Wechsel der Firma, sondern auch um eine quasi neu entdeckte Freizeit, die durch Teilzeitmodelle und einen Rückgang der allgemeinen Arbeitszeit erweitert werden soll. Manche, die bei Vollzeitarbeit bleiben, wünschen sich ein Coaching, um besser mit dem Stress umzugehen, der im Homeoffice entstehen kann.

Das könnte auch an der hohen Anzahl von Calls und erhöhtem Termindruck liegen, worüber sich im Freitext der Umfrage viele beschwert haben. 31 Prozent bleiben im Rahmen der Frage nach beruflicher Veränderung bei dem Wunsch nach mehr Geld, der Rest hat offenbar andere Motive.

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Coronapandemie: Tools und Gewohnheiten 
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Potrimpo 11. Aug 2021

Natürlich gleich - je nach Anwendungsfall. Cloud hat den Vorteil, daß ich skalieren kann...

Potrimpo 09. Aug 2021

Wer meint, seinen Status dadurch zu erhöhen, in dem er andere diffamiert "klicki-bunti...

Gamma Ray Burst 09. Aug 2021

Ich liebe die Cloud: - POC geht schnell weil es nicht in irgendwelchen IT Prozessen...



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