Goldman Sans: Kostenlose Schrift von Goldman Sachs ist eine Lizenzfalle

Goldman Sachs bietet eine eigene Schriftart zum Download an. Die Lizenz könnte für Nutzende aber schnell zum rechtlichen Problem werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Goldman Sans ist eine recht einfach gehaltene Schrift.
Goldman Sans ist eine recht einfach gehaltene Schrift. (Bild: Goldman Sachs)

Die Investmentbank Goldman Sachs hat eine eigene Schriftart entwickelt. Goldman Sans ist kostenlos nutzbar und herunterladbar. Allerdings gibt es einige Dinge zu beachten, die das Unternehmen in der eigens dafür erstellten Goldman Sachs Restricted Font License beschreibt. Die Schriftart darf etwa nicht für Texte genutzt werden, die das Unternehmen kritisieren oder in positiven oder negativen Bezug mit dem Inhalt des Textes bringen würden.

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"User dürfen diese lizenzierte Schrift-Software nicht für Verungplimpfung nutzen oder eine Beziehung zu oder eine Billigung durch Goldman Sachs suggerieren", schreibt das Unternehmen im Lizenzabschnitt C2d. Auch darf die kostenlose Schrift nicht für Open-Source-Projekte genutzt werden (Abschnitt C2b), wenn diese Projekte anschließend Drittanbietern zur Verfügung stehen und Goldman Sachs in diese dann weiter involviert sein müsste - ein Kerngedanke von Open Source.

Schrift klar für interne Zwecke gedacht

Ein größeres Problem dürfte allerdings sein, dass Goldman Sachs die Lizenz jederzeit selbstständig verändern darf und nutzenden Personen diese ohne vorherige Information entzogen werden kann. Theoretisch könnten sie dann aufgrund der Lizenzverstöße von der Bank verklagt werden. "Weiter kann Goldman Sachs zu jeder Zeit mit beliebigem oder ohne Grund diese Lizenz terminieren - ohne Benachrichtigung an die Nutzer und vollständig nach Eigenermessen von Goldman Sachs", heißt es in Abschnitt E2 der Lizenz.

Goldman Sans imitiert im Prinzip die Corporate Identity von Goldman Sachs. Es handelt sich um eine Schrift mit leichten Serifen, die zudem in der Strichdicke variieren kann - zu sehen etwa bei den Buchstaben n, d und b. Die Schrift scheint klar für interne Zwecke und eventuell assoziierte Kunden ausgelegt zu sein. Das Unternehmen gibt auch einen Styleguide vor, mit dem die Schrift in verschiedenen Größen und Textebenenen genutzt werden kann. Es existiert auch eine Variante für Quelltexte.

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chefin 30. Jun 2020

Weil du es nicht bemerkst. Heutige Dokumente binden den Font unter Umständen ins...

x2k 29. Jun 2020

Da ist black Rock aber bedeutend schlimmer.

kreien 28. Jun 2020

Die Rechtsposition von Goldman Sachs ist für Deutschland nicht so eindeutig, wie es die...

User_x 28. Jun 2020

Und Kunst ist nur teuer, wenn der Schaffende ein Kunststudium oder anders promoviert hat...



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