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Golden Dome: SpaceX wird mit maßgeschneiderten Ausschreibungen unantastbar

Konkurrenten und Politiker werfen der US-Regierung vor, SpaceX bei Militäraufträgen zu bevorzugen. Es droht eine gefährliche Abhängigkeit.
/ Mario Petzold
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Ein Starship ist auf der Starbase von SpaceX startbereit. (Bild: AFP via Getty Images/Chandan Khanna)
Ein Starship ist auf der Starbase von SpaceX startbereit. Bild: AFP via Getty Images/Chandan Khanna

Laut Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) waren die jüngsten Aufträge in Milliardenhöhe zur Errichtung des Golden Dome quasi zielgenau auf SpaceX zugeschnitten, so dass Konkurrenten wie Northrop Grumman oder York Space Systems chancenlos waren. Während SpaceX zuletzt mit einem Vertrag über 2 Milliarden US-Dollar ausgestattet worden sei, seien für die Konkurrenten lediglich kleine Teilprojekte, die einige Millionen US-Dollar wert sind, übrig geblieben.

Beim Golden Dome handelt es sich um das Raketenabwehrsystem, das die USA seit 2025 planen. Derzeit sind Kosten in Höhe von 185 Milliarden US-Dollar veranschlagt. Realistisch geschätzt werden die Gesamtkosten allerdings auf mehr als 1 Billion US-Dollar.

Entsprechend lohnenswert ist eine Beteiligung am Aufbau des Systems. Derzeit sollen die Ausschreibungen, die von der U.S. Space Force stammen, laut Bloomberg nahezu perfekt auf die von SpaceX bereits gebauten Starshield-Satelliten abgestimmt sein. Dabei handelt es sich um eine für das Militär modifizierte Variante der Starlink-Satelliten.

Vorsprung von SpaceX droht immer größer zu werden

Weil SpaceX die Satelliten praktisch in Serienproduktion fertigt und zudem fast täglich Trägerraketen in den Orbit schickt, sei es vergleichsweise einfach, die staatlichen Aufträge durch hohe Stückzahlen und kurze Lieferzeiten allein für das Unternehmen von Elon Musk umsetzbar zu gestalten.

Gleichzeitig soll dies dazu geführt haben, dass beim Golden Dome eine Funktechnik verwendet wird, die von SpaceX entwickelt wurde, derzeit aber nicht mit den bestehenden Systemen des US-Militärs kompatibel sei. Zudem habe sich das Unternehmen bereit erklärt, Radarsysteme zu bauen, mit denen bisher keine Erfahrungen gesammelt werden konnten. Die Konkurrenz hingegen hätte bereits fertige Systeme liefern können.

Drohendes Monopol durch SpaceX

Die Situation sei vergleichbar mit den Anfangsjahren von SpaceX, als die allermeisten Aufträge für weltraumgestützte Militäroperationen an Boeing oder Lockheed Martin gingen, gegen die zunächst SpaceX keine Chance hatte. Nun drohe eine Wiederholung der Situation mit SpaceX in der Führungsrolle, allerdings mit einem vielfach höheren Budget als vor 20 Jahren.

Neben den direkten Konkurrenten warnen deshalb auch Politiker davor, dass die USA sich in eine gefährliche Abhängigkeit von SpaceX begeben könnten und zudem der Wettbewerb auf dem Gebiet des Raketen- und Satellitenbaus zugunsten einer einzelnen Firma zum Erliegen kommen könnte.

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