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Gogoro: Smartscooter, der Elektroroller mit Austauschakku

Vergesst die Steckdose: Beim Smartscooter des taiwanischen Unternehmens Gogoro wird der leere Akku am Automaten gegen einen vollen getauscht.

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Elektroroller Smartscooter: Akkuwechsel in sechs Sekunden
Elektroroller Smartscooter: Akkuwechsel in sechs Sekunden (Bild: Gogoro)

Das taiwanische Unternehmen Gogoro hat das Konzept des Akkutauschs wiederbelebt: Es hat auf der CES einen Elektroroller vorgestellt, dessen Akkus gewechselt werden können. Die Idee ähnelt der des israelischen Unternehmens Better Place, das seit 2013 nicht mehr existiert.

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Smartscooter heißt der Roller mit Elektroantrieb, den das Unternehmen entwickelt hat. Er hat eine Maximalleistung von 6,4 Kilowatt und beschleunigt den Roller in 4,2 Sekunden von 0 auf 50 Kilometer pro Stunde. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 95 Kilometern pro Stunde.

Zwei Akkus liefern Fahrstrom

Den Strom für den Antrieb liefern zwei Lithium-Ionen-Akkus, wie sie auch in Elektroautos verbaut sind. Der Hersteller ist der japanische Elektronikkonzern Panasonic. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 Kilometern pro Stunde soll die Reichweite mit einer Ladung der beiden Akku-Packs bei knapp 100 Kilometern liegen.

  • Der Smartscooter ist ein Motorroller mit Elektroantrieb. (Foto: Gogoro)
  • Entwickelt wurde er von dem taiwanischen Unternehmen Gogoro. (Foto: Gogoro)
  • Der Roller  ist per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden. (Foto: Gogoro)
  • Darüber kann der Fahrer seine Smartscooter individualisieren, etwa die Farbe der Instrumente ändern. (Foto: Gogoro)
  • Das Smartphone meldet aber auch, wenn die beiden Akkus fast leer sind. (Foto: Gogoro)
  • Der Fahrer tauscht diese dann aus - sie befinden sich unter der Sitzbank. (Foto: Gogoro)
  • An einer Wechselstation gibt er sie ab und bekommt dafür geladene. (Foto: Gogoro)
  • Das Konzept ist für die Megacities gedacht. (Foto: Gogoro)
Der Smartscooter ist ein Motorroller mit Elektroantrieb. (Foto: Gogoro)

Der Roller wird per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden. Der Fahrer kann über eine App sein Fahrgerät modifizieren: Er kann beispielsweise die Farbe der Instrumente ändern, beim Starten oder Abschalten des Rollers Töne abspielen oder Lichtmuster für die Lampen einrichten. Zudem werden die Fahrdaten ausgewertet. Der Fahrer bekommt dann Tipps, wie er besonders energieeffizient unterwegs sein kann.

Das Smartphone weist den Weg zur Wechselstation

Das Smartphone warnt den Fahrer auch, wenn der Ladestand des Akkus niedrig ist. Er bekommt dann angezeigt, wo er die nächste Go-Station findet. Über das Smartphone kann er einen vollen Akku reservieren. Der Akkutausch soll nur sechs Sekunden dauern: Der Fahrer klappt die Sitzbank hoch und entnimmt die leeren Akkus. Er authentifiziert sich über sein Smartphone per NFC an der Station.

Gogoros Konzept ähnelt dem von Better Place stark: Gogoro plant eine Infrastruktur mit Wechselstationen aufzubauen, an denen die Smartscooter-Fahrer die leeren Akkus gegen volle tauschen können. Der Fahrer kauft nur den Elektroroller selbst, der Akku hingegen bleibt im Besitz des Herstellers. Der Kunde schließt ein Abonnement ab und bekommt Zugang zu den Go-Stations.

Ein Netz aus Wechselstationen

Gogoro Energy Networks nennen die Taiwaner ihre Infrastruktur, die sie in großen Städten aufbauen wollen. Die Stationen sollen etwa anderthalb Kilometer voneinander entfernt sein. So groß wie ein Geldautomat soll eine Go-Station sein, sagt das Unternehmen. Ein geringerer Aufwand als ihn Better Place betrieb: Die Wechselstationen für die Elektroautos hatten die Dimension von Tankstellen.

Gegründet wurde Gogoro von Horace Luke und Matthew Taylor. Beide waren vorher in leitenden Positionen bei dem taiwanischen Smartphone-Hersteller HTC. Einen Markt sehen sie vor allem in den Megacities, in denen der schnell wachsende Verkehr neue Mobilitätskonzepte erfordert. Viele davon befinden sich in Asien.

Wann und zu welchem Preis der Smartscooter auf den Markt kommen soll, ist noch nicht bekannt.



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Zwangsangemeldet 19. Jan 2015

Elektroauto-Akkus sind größer, damit auch schwerer und nur maschinell zu wechseln. Das...


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