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Gog.com: "Notfalls zahlen wir Preisunterschied aus eigener Tasche"

Nach massiver Kritik von Kunden entschuldigt sich das Spiele-Verkaufsportal Gog.com und nimmt eine Änderung an seiner Preispolitik zurück. Am Grundsatz der DRM-freien Games will das Unternehmen allerdings festhalten.
/ Peter Steinlechner
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Startseite von Gog.com (Bild: Gog.com)
Startseite von Gog.com Bild: Gog.com

Vor gut zwei Wochen hatte die von Polen aus betriebene Verkaufsplattform Gog.com(öffnet im neuen Fenster) eine neue Preispolitik angekündigt: Statt grundsätzlich in US-Dollar sollten die Games künftig in der jeweiligen Landeswährung ausgezeichnet sein. Bei den Kunden kam das allerdings nicht gut an. Sie befürchten vor allem, dass die Preise nicht korrekt umgerechnet werden, sondern dass wie in sehr vielen anderen Fällen etwa ein 10 US-Dollar teures Spiel dann in Europa 10 Euro kostet – also deutlich mehr. Ein erster offener Brief von Gog.com nach einigen Tagen mit einer ausführlicheren Begründung konnte die Situation nicht beruhigen.

Nun nimmt Gog.com die Änderungen zum großen Teil zurück und entschuldigt sich bei den Kunden(öffnet im neuen Fenster). Nach mehr als 10.000 Beiträgen allein im hauseigenen Forum habe man erkannt, einen Fehler gemacht zu haben. Die Annahme, dass "DRM-freie Spiele so wichtig sind, dass man das Prinzip des fairen Preises in einigen Fällen aufgeben könne", sei offensichtlich falsch gewesen. "Wir fühlen uns deswegen schlecht, und es tut uns leid", so die Firma.

Gog.com will nun also doch am Prinzip der weltweit gleichen Preise festhalten. Wenn das etwa wegen Vorbehalten der Rechteinhaber nicht möglich sei, werde man "den Preisunterschied notfalls aus eigener Tasche zahlen" – per Gamecodes über 5,99 oder 9,99 US-Dollar, später durch Gutschriften. In begründeten Einzelfällen(öffnet im neuen Fenster) werde man von den Standardpreisen abweichen und etwas andere Modelle wählen.

Das Unternehmen kündigt an, an der Auszeichnung in örtlichen Währungen festzuhalten – das sei für viele Kunden einfacher und nachvollziehbarer, außerdem würden Umtauschgebühren etwa bei der Kreditkarte entfallen. Anders als bislang geplant sollen Käufer allerdings die freie Wahl haben, ob sie in Euro oder wie bisher in US-Dollar bezahlen möchten.

An dem Prinzip, nur Spiele ohne Kopierschutzmaßnahmen anzubieten, will Gog.com in jedem Fall festhalten. Selbst wenn das bedeutet, dass einige Titel erst später auf der Plattform angeboten werden können, weil etwa die Publisher in bestimmten Regionen für DRM-freie Games dann noch keine Freigabe erteilen oder höhere Preise fordern.

Nachtrag vom 12. März 2014, 11:05 Uhr

Ein Leser hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass Gog.com die höheren Kosten bei unvermeidbaren örtlichen Preisen erst über Gamecodes, später über Gutscheine ausgleicht. Wir haben den Artikel entsprechend angepasst und bitten, den Fehler zu entschuldigen.


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