Abo
  • Services:

Gog.com: "Notfalls zahlen wir Preisunterschied aus eigener Tasche"

Nach massiver Kritik von Kunden entschuldigt sich das Spiele-Verkaufsportal Gog.com und nimmt eine Änderung an seiner Preispolitik zurück. Am Grundsatz der DRM-freien Games will das Unternehmen allerdings festhalten.

Artikel veröffentlicht am ,
Startseite von Gog.com
Startseite von Gog.com (Bild: Gog.com)

Vor gut zwei Wochen hatte die von Polen aus betriebene Verkaufsplattform Gog.com eine neue Preispolitik angekündigt: Statt grundsätzlich in US-Dollar sollten die Games künftig in der jeweiligen Landeswährung ausgezeichnet sein. Bei den Kunden kam das allerdings nicht gut an. Sie befürchten vor allem, dass die Preise nicht korrekt umgerechnet werden, sondern dass wie in sehr vielen anderen Fällen etwa ein 10 US-Dollar teures Spiel dann in Europa 10 Euro kostet - also deutlich mehr. Ein erster offener Brief von Gog.com nach einigen Tagen mit einer ausführlicheren Begründung konnte die Situation nicht beruhigen.

Stellenmarkt
  1. BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, Berlin
  2. OHB System AG, Bremen, Oberpfaffenhofen

Nun nimmt Gog.com die Änderungen zum großen Teil zurück und entschuldigt sich bei den Kunden. Nach mehr als 10.000 Beiträgen allein im hauseigenen Forum habe man erkannt, einen Fehler gemacht zu haben. Die Annahme, dass "DRM-freie Spiele so wichtig sind, dass man das Prinzip des fairen Preises in einigen Fällen aufgeben könne", sei offensichtlich falsch gewesen. "Wir fühlen uns deswegen schlecht, und es tut uns leid", so die Firma.

Gog.com will nun also doch am Prinzip der weltweit gleichen Preise festhalten. Wenn das etwa wegen Vorbehalten der Rechteinhaber nicht möglich sei, werde man "den Preisunterschied notfalls aus eigener Tasche zahlen" - per Gamecodes über 5,99 oder 9,99 US-Dollar, später durch Gutschriften. In begründeten Einzelfällen werde man von den Standardpreisen abweichen und etwas andere Modelle wählen.

Das Unternehmen kündigt an, an der Auszeichnung in örtlichen Währungen festzuhalten - das sei für viele Kunden einfacher und nachvollziehbarer, außerdem würden Umtauschgebühren etwa bei der Kreditkarte entfallen. Anders als bislang geplant sollen Käufer allerdings die freie Wahl haben, ob sie in Euro oder wie bisher in US-Dollar bezahlen möchten.

An dem Prinzip, nur Spiele ohne Kopierschutzmaßnahmen anzubieten, will Gog.com in jedem Fall festhalten. Selbst wenn das bedeutet, dass einige Titel erst später auf der Plattform angeboten werden können, weil etwa die Publisher in bestimmten Regionen für DRM-freie Games dann noch keine Freigabe erteilen oder höhere Preise fordern.

Nachtrag vom 12. März 2014, 11:05 Uhr

Ein Leser hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass Gog.com die höheren Kosten bei unvermeidbaren örtlichen Preisen erst über Gamecodes, später über Gutscheine ausgleicht. Wir haben den Artikel entsprechend angepasst und bitten, den Fehler zu entschuldigen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 399€ (Vergleichspreis ab 467€)

Nolan ra Sinjaria 13. Mär 2014

weil das die Publisher so wollen und ich stelle fest, dass man da auch indizierte Spiele...

Nolan ra Sinjaria 13. Mär 2014

Unfinished Business war leider eh allgemein nicht so doll.

Analysator 13. Mär 2014

Anfangs war es aber nicht so geplant ;)

Crazy Penguin 12. Mär 2014

Es läuft sehr viel. DRM-Frei sei Dank :). Gefühlt würde ich sagen das mindestens 80% Out...

erma 12. Mär 2014

Lustig wurde der dritte Irak Krieg 2003 nicht auch angezettelt, da Saddam Hussein "mit...


Folgen Sie uns
       


Hitman 2 - Fazit

Wer ist Agent 47 - und warum ist er so ein perfekter Auftragskiller? Einer Antwort kommen Spieler auch in Hitman 2 unter Umständen nicht näher, dafür erleben sie mit dem Glatzkopf aber spannend und komplexe Abenteuer in schön gestalteten, sehr aufwendigen Einsätzen.

Hitman 2 - Fazit Video aufrufen
Key-Reseller: Das umstrittene Geschäft mit den günstigen Gaming-Keys
Key-Reseller
Das umstrittene Geschäft mit den günstigen Gaming-Keys

Computerspiele zum Superpreis - ist das legal? Die Geschäftspraktiken von Key-Resellern wie G2A, Gamesrocket und Kinguin waren jahrelang umstritten, mittlerweile scheint die Zeit der Skandale vorbei zu sein. Doch Entwickler und Publisher sind weiterhin kritisch.
Von Benedikt Plass-Fleßenkämper und Sönke Siemens


    Bootcamps: Programmierer in drei Monaten
    Bootcamps
    Programmierer in drei Monaten

    Um Programmierer zu werden, reichen ein paar Monate Intensiv-Training, sagen die Anbieter von IT-Bootcamps. Die Bewerber müssen nur eines sein: extrem motiviert.
    Von Juliane Gringer

    1. Nordkorea Kaum Fehler in der Matrix
    2. Security Forscher können Autoren von Programmiercode identifizieren
    3. Stack Overflow Viele Entwickler wohnen in Bayern und sind männlich

    Yuneec H520: 3D-Modell aus der Drohne
    Yuneec H520
    3D-Modell aus der Drohne

    Multikopter werden zunehmend auch kommerziell verwendet. Vor allem machen die Drohnen Luftbilder und Inspektionsflüge und vermessen. Wir haben in der Praxis getestet, wie gut das mit dem Yuneec H520 funktioniert.
    Von Dirk Koller


        •  /