Abo
  • Services:

Godus: Molyneux-Nachfolger bricht Kickstarter-Versprechen

Die im Rahmen der Kickstarter-Kampagne von Designer Peter Molyneux gemachten Versprechen über Godus sind kaum zu halten: Das sagt der neue Lead Designer - der sich in unüblicher Offenheit auch über den Gegenwert von Kaufobjekten in seinem Free-to-Play-Spiel äußert.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von Godus
Artwork von Godus (Bild: 22 Cans)

"Um brutal ehrlich und realistisch zu sein: Ich weiß nicht, wie wir all die Funktionen umsetzen sollen, die wir auf der Kickstarter-Seite versprochen haben", schreibt Konrad Naszynski, seit einigen Wochen als Nachfolger von Peter Molyneux der amitierende Lead Designer von Godus, im Forum des britischen Entwicklerstudios 22 Cans. Probleme gebe es vor allem mit dem "Multiplayer-Zeug und derzeit vor allem mit Dingen wie der persistenten Hub-Welt", so Naszynski laut PC Gamer.

Stellenmarkt
  1. Cairful GmbH, Düren
  2. BWI GmbH, Bonn, Strausberg, Wilhelmshaven

Damit verlängert er die schon bislang nicht gerade ruhmreiche Geschichte von Godus um ein weiteres Kapitel. Das Spiel hatte Ende 2012 von der Community auf Kickstarter rund 530.000 Pfund erhalten, nachdem Stardesigner Peter Molyneux fleißig dafür geworben hatte. Ein paar Monate später sagte Molyneux im Gespräch mit Golem.de über den Titel: "Das wird mein bestes, vollständigstes Spiel mit sehr viel Freiheit".

Mitte August 2014 hatte Golem.de im Test der Mobileversion unter der Überschrift "Der Gott der Langeweile" geschrieben: "Trotz guter Ansätze stellt Godus mit seinen Wartezeiten, dem langsamen Spielfortschritt und den ausufernden Bodenformungsaktionen sehr schnell eine Belastungsprobe für die Ausdauer dar."

Das Spiel soll allerdings weiterentwickelt werden, und dafür ist seit kurzem eben Konrad Naszynski verantwortlich. Der hat laut einem weiteren Forenbeitrag lange Zeit ohne Entlohnung für das Projekt gearbeitet - aber auch jetzt als Lead Designer ist sein Einfluss begrenzt, was er selbst sehr offen sagt.

So schreibt Naszynski in einem weiteren Beitrag, dass er sich eigentlich am liebsten intensiv um die PC-Version kümmern würde. Allerdings könne er die Fassung für mobile Endgeräte nicht vernachlässigen, weil sie die wichtigste Einnahmequelle darstelle - ohne die Godus insgesamt am Ende sei.

Kostenpflichtige Inhalte einfach erstellt

Deshalb werde er so viel von den kostenpflichtigen "kosmetischen" Gegenständen hineinpacken wie möglich. Das benötige "nur ein Minimum an Zeit und Aufwand - das Aufsetzen der Angebote für den Valentinstag ist in ein paar Stunden erledigt", so der Entwickler. Er müsse dafür keinen Code schreiben, und das Artwork entstehe bei einem externen Studio. "Ich kann super einfach Gewinne mit der Mobilefassung einfahren, die mir Raum für andere Dinge gibt. Und wenn ich nebenbei noch eine neue Funktion für die PC-Version einbauen kann, mache ich das dann einfach", so Naszynski.

Immerhin: Nachdem Konrad Naszynski seine Beiträge verfasst hatte, hat 22 Cans einige inhaltliche Verbesserungen für die PC-Version von Godus auf Steam Greenlight angekündigt. Neben den nun tatsächlich auch für diese Fassung angekündigten Valentinstagsinhalten soll demnächst auch die Handlung implementiert werden.

Peter Molyneux hatte seine letzten größeren Schlangzeilen Anfang 2015, als ausgerechnet er - berühmt-berüchtigt für nicht eingehaltene Ankündigungen - Microsoft in einem Interview gewarnt hatte, im Hinblick auf die Augmented-Reality-Brille Hololens den Spielern zu große Versprechungen zu machen.

Nachtrag vom 10. Februar 2015, 12:40 Uhr

Konrad Naszynski und Peter Molyneux haben sich zu Kickstarter und Godus in einem aktuellen Video geäußert, auf das uns ein Leser aufmerksam gemacht hat. Molyneux entschuldigt sich für die Probleme mit dem Spiel und sagt, dass er einige Entscheidungen hätte anders treffen sollen. 22 Cans werde aber intensiv an der weiteren Verbesserung des Titels arbeiten.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 99,00€
  2. 56,99€
  3. 65,99€
  4. 54,99€

Hotohori 10. Feb 2015

Dann muss ich leider sagen hast du Crowfunding nicht verstanden. Kickstarter ist kein...

Hotohori 10. Feb 2015

Molyneux ist einfach die Sorte Entwickler, die man nicht ans Mikro lassen sollte. Er sagt...

Hotohori 10. Feb 2015

Du glaubst ernsthaft so ein Entwickerstudio kann ohne Geld Prototypen entwickeln? Weia...

Hotohori 10. Feb 2015

Gott, schon wieder so ein ED Hass Troll... Ja, kaum zu glauben, dass es in einem...

Salzbretzel 10. Feb 2015

Also ich fand das Terraforming sehr entspannend. War etwas wie das basteln eines Zen...


Folgen Sie uns
       


Huawei Mate X angesehen (MWC 2019)

Das Mate X ist das erste faltbare Smartphone von Huawei. Der Bildschirm ist auf der Außenseite eingebaut. Im ausgeklappten Zustand ist er 8 Zoll groß.

Huawei Mate X angesehen (MWC 2019) Video aufrufen
Gesetzesinitiative des Bundesrates: Neuer Straftatbestand Handelsplattform-Betreiber im Darknet
Gesetzesinitiative des Bundesrates
Neuer Straftatbestand Handelsplattform-Betreiber im Darknet

Eine Gesetzesinitiative des Bundesrates soll den Betrieb von Handelsplattformen im Darknet unter Strafe stellen, wenn sie Illegales fördern. Das war auch bisher schon strafbar, das Gesetz könnte jedoch vor allem der Überwachung dienen, kritisieren Juristen.
Von Moritz Tremmel

  1. Security Onionshare 2 ermöglicht einfachen Dateiaustausch per Tor
  2. Tor-Netzwerk Britischer Kleinstprovider testet Tor-SIM-Karte
  3. Tor-Netzwerk Sicherheitslücke für Tor Browser 7 veröffentlicht

Überwachung: Wenn die Firma heimlich ihre Mitarbeiter ausspioniert
Überwachung
Wenn die Firma heimlich ihre Mitarbeiter ausspioniert

Videokameras, Wanzen, GPS-Tracker, Keylogger - es gibt viele Möglichkeiten, mit denen Firmen Mitarbeiter kontrollieren können. Nicht wenige tun das auch und werden dafür mitunter bestraft. Manchmal kommen sie aber selbst mit heimlichen Überwachungsaktionen durch. Es kommt auf die Gründe an.
Von Harald Büring

  1. Österreich Bundesheer soll mehr Daten bekommen
  2. Datenschutz Chinesische Kameraüberwachung hält Bus-Werbung für Fußgänger
  3. Überwachung Infosystem über Funkzellenabfragen in Berlin gestartet

Sailfish X im Test: Die Android-Alternative mit ein bisschen Android
Sailfish X im Test
Die Android-Alternative mit ein bisschen Android

Seit kurzem ist Sailfish OS mit Android-Unterstützung für weitere Xperia-Smartphones von Sony verfügbar. Fünf Jahre nach unserem letzten Test wird es Zeit, dass wir uns das alternative Mobile-Betriebssystem wieder einmal anschauen und testen, wie es auf einem ursprünglichen Android-Gerät läuft.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android, Debian, Sailfish OS Gemini PDA bekommt Dreifach-Boot-Option

    •  /