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God's Eye: BYD baut autonome Fahrfunktionen in Billig-E-Autos ein

Der chinesische Autohersteller BYD setzt seine autonomen Fahr- und Parkfunktionen künftig auch in den günstigsten E-Autos ein.
/ Michael Linden
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BYD Seagull (Bild: BYD)
BYD Seagull Bild: BYD

Der chinesische Elektrofahrzeughersteller BYD setzt seine firmeneigene God's-Eye-Technologie für autonomes Fahren in seiner gesamten 2025er-Fahrzeugpalette ein, einschließlich des 9.500-Dollar-Modells(öffnet im neuen Fenster) Seagull . Das Fahrzeug heißt in anderen Ländern Dolphin Mini(öffnet im neuen Fenster) . Die Maßnahme ist eine Abkehr vom bisherigen Ansatz, fortschrittliche Fahrerassistenzfunktionen nur in Premiumfahrzeugen zu integrieren. Eine Nachrüstung alter Fahrzeuge scheint jedoch nicht vorgesehen zu sein.

Wang Chuanfu, CEO von BYD, betonte, dass hochwertige technologische Innovationen allen Verbrauchern zur Verfügung stehen sollten. Die Implementierung dieser Funktionen ist für die Käufer nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden. Das dürfte andere Hersteller in diesem Segment erheblich unter Druck setzen und ist vermutlich eher das Motiv von BYD als die altruistische Begründung des Firmenchefs.

Die autonomen Fahrfunktionen werden über den Seagull hinaus auf verschiedene BYD-Produktlinien ausgeweitet, darunter die Serien Ocean, Han, Song und Yuan sowie deren Hybridvarianten. Das Technologiepaket ermöglicht Funktionen wie das ferngesteuerte Einparken per Smartphone und das autonome Überholen auf der Autobahn.

Technische Umsetzung und Marktstrategie

Die Ausgereiftheit der autonomen Funktionen variiert je nach Modell, was durch die jeweilige Sensorkonfiguration bestimmt wird. Premium-Fahrzeuge von BYD sind mit Lidar-Sensoren ausgestattet und bieten so eine verbesserte Objekterkennung als reine Kamerasysteme, insbesondere bei erschwerten äußeren Bedingungen.

BYD will nicht nur chinesischen Käufern die autonomen Fahrfunktionen zur Verfügung stellen. Genauere Zeitangaben gibt es bisher noch nicht.

Die Integration hochwertiger autonomer Funktionen in preisgünstige Fahrzeuge könnte neue Maßstäbe für die Standardausstattung von Elektrofahrzeugen der Einstiegsklasse setzen.


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