Das Gocycle GX ist zum Glück nur teilweise smart

Die App fungiert auch als Tacho, wenn man sein Smartphone in die Gummilaschen am Lenker klemmt. Die Oberfläche macht zunächst einen schnörkellosen, guten Eindruck. Dringt man tiefer in die Einstellungsmenüs vor, sieht das ganze etwas lieblos gestaltet aus. Für das Wechseln des Motormodus oder die Aufzeichnung von Fahrstrecke und verbrannten Kalorien ist die App absolut ausreichend. Vorteilhaft fanden wir, dass man eigene Profile anlegen kann. So lässt sich genau bestimmen, ab wann und wie stark der Motor Kraft hinzugibt.

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Zusätzlich gibt ein kleiner Taster am Lenkrad bei Bedarf einen Boost, was an Ampeln beim Start nützlich ist. Die App übermittelt übrigens keine Daten an den Hersteller. Lediglich im Pannenfall kann man eine Übermittlung von Log-Daten veranlassen. GPS oder andere Funkdienste sind nicht an Bord. Die Kilometerzählung erfolgt im Rad selbst, diese Werte übermittelt das Gocycle beim Start der App. Es reicht uns völlig aus, die App einmal pro Woche zu starten, um nachzusehen, wieviel Strecke wir gemacht haben. Das finden wir ebenso unaufdringlich wie praktisch. Es dauert mitunter zwar ein paar Sekunden, bis Rad und Smartphone sich gefunden haben, aber die Anbindung ist zuverlässig.

Fahrkomfort gut, Grundausstattung mager

Das Fahrgefühl finden wir sehr angenehm, wir vergessen mitunter fast, dass wir auf einem Minirad sitzen. Dazu trägt auch die leichte Federung durch die Ballonreifen bei. Selbst Kopfsteinpflaster ist mit dem Gocycle GX kein Problem. Einen Pannenschutz haben die Reifen allerdings nicht.

Auf unseren Touren werden wir mehrmals von anderen Faltrad-Besitzerinnen und -besitzern positiv auf das Design des Gocycle angesprochen. Das ist natürlich Geschmackssache, aber für ein Faltrad ist die minimalistische Gestaltung schon eine Besonderheit. Der Akku ist unsichtbar im Rahmen verbaut und kann problemlos gewechselt werden. Ansonsten ist das Rad leider nur leidlich reparaturfreundlich. Ein Wechsel der 20-Zoll-Reifen geht dank der einseitigen Gabel schnell, doch Probleme mit den Bremsen oder gar dem Antrieb löst nur eine vom Hersteller autorisierte Fachwerkstatt.

  • Das Gocycle fährt sich fast so bequem wie ein großes Pedelec. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Beleuchtung muss separat gekauft werden. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Zwei Griffe genügen, um das Rad zusammenzuklappen. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Dreigangschaltung reicht für die Stadt aus. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Bremsanlage ist hydraulisch. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der Vorderradmotor ist nicht sonderlich leise, unterstützt aber kraftvoll. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Für die Einstellung der Sattelhöhe wird Werkzeug benötigt. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Kette und Steuerung sollten nur von Fachwerkstätten gewartet werden. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Akkuanzeige ist auf dem Lenker, dort kann auch das Smartphone befestigt werden. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Zusammengeklappt fährt das Rad in Berlin kostenlos S-Bahn. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die App gibt per Video eine Aufbauanleitung. (Screenshot: Martin Wolf / Golem.de)
  • Sie kann aber auch als Tacho eingesetzt werden. (Screenshot: Martin Wolf / Golem.de)
  • Es lassen sich eigene Motorprofile anlegen. (Screenshot: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Gestaltung in den Menüs ist eher spartanisch. (Screenshot: Martin Wolf / Golem.de)
Das Gocycle fährt sich fast so bequem wie ein großes Pedelec. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
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In Deutschland gibt es derzeit rund 60 Händler, die diesen Service anbieten. Als empfohlenes Wartungsintervall gibt Gocycle 3.000 km oder wahlweise eine jährliche Überprüfung an. Da das Rad bei Online-Bestellung und beim niedergelassenen Händler gleich viel kostet, rät der Hersteller dazu, es vor Ort zu kaufen, wo nach den ersten 500 Kilometern auch gleich die erste, kostenlose Kontrolle stattfinden kann.

Praktisch finden wir, dass wir nach dem Auspacken in der App sehr detailliert durch den Einrichtungsprozess geleitet werden. So sind wir nach Abhaken einer Checkliste innerhalb von 10 Minuten startklar. Kleinigkeiten wie diese - und die sehr gute Verarbeitungsqualität - rechtfertigen unserer Meinung nach den im Vergleich zu No-Name-Rädern höheren Preis. Eines haben wir dennoch zu bemängeln: Die winzige LED-Rückleuchte in einem Plastikschuh am Rahmen unter dem Sattel macht keinen robusten Eindruck. Auch dass das Pedelec in der Grundausstattung ohne Schutzbleche und Frontleuchte kommt, finden wir etwas mager. Auf dem praktischen Ständer steht das Rad zwar nach dem Ausklappen mit dem Fuß stabil, aber wir sind uns nicht sicher, wie langlebig er ist.

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 Gocycle GX im Test: Die faltbare S-BahnVerfügbarkeit und Fazit 
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motzerator 18. Dez 2020

Es ist zu dem viel zu hohen Preis einfach nur ein Hipster Spielzeug, wenn auch ein...

sfe (Golem.de) 16. Dez 2020

Bevor der Thread noch weiter abrutscht wird er geschlossen. Sebastian Fels (golem.de)

Wolverine1974 15. Dez 2020

Irgendeine IT unterstützte Verhütungsmethode ;)

M.P. 15. Dez 2020

Je nach "Biotop" in dem man das Ding bewegt, ist ein wenig "Geräusch" ja womöglich auch...



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