• IT-Karriere:
  • Services:

GNU Patch: Holey Beep verrät Zeroday in Patch-Tool

Eine scherzhafte Webseite über eine Sicherheitslücke im Piepston-Tool beep verrät zwar keine Details darüber - dafür enthält sie aber einen Hinweis auf eine Sicherheitslücke im Patch-Tool. Für die beep-Lücke gibt es außerdem zwischenzeitlich einen Proof of Concept.

Artikel veröffentlicht am , Hanno Böck
Holey Beep - eine scherzhafte Webseite über eine Sicherheitslücke im Kommandozeilentool beep - verrät gleich noch eine weitere Lücke im Tool Patch.
Holey Beep - eine scherzhafte Webseite über eine Sicherheitslücke im Kommandozeilentool beep - verrät gleich noch eine weitere Lücke im Tool Patch. (Bild: Holey Beep)

Auf der Webseite über die Holey Beep-Sicherheitslücke ist ein Hinweis auf eine weitere Sicherheitslücke versteckt - und die ist etwas kritischer, da sie ein vielgenutztes Tool betrifft: das Standard-Patch-Tool des GNU-Projekts, das auf gängigen Linux-Systemen üblicherweise installiert ist.

Stellenmarkt
  1. GERB Schwingungsisolierungen GmbH & Co. KG, Berlin
  2. HUESKER Synthetic GmbH, Gescher

Holey Beep ist eine echte Sicherheitslücke im Kommandozeilentool beep, das lediglich dazu dient, Piepstöne auszugeben. Die Webseite dazu enthält aber keine technischen Details und macht sich vor allem über das Marketing von Sicherheitslücken lustig.

Versteckter 0day in GNU Patch

Auf der Webseite findet sich ein Patch für die Lücke in beep - doch dieser Patch enthält selbst wiederum einen Exploit. Im Bug-Tracker von Debian findet sich dazu eine Diskussion. Der Patch fixt zwar tatsächlich die beep-Sicherheitslücke, gleichzeitig schreibt er aber auch eine Datei "pwn.lol" in das Verzeichnis des Users, der den Patch ausführt.

Möglich ist das, weil das Patch-Tool sogenannte ed-Patches unterstützt und automatisch erkennt. Das Tool ed ist ein zeilenbasierter Texteditor und lässt sich skripten. Das Problem: Damit lassen sich auch beliebige Befehle ausführen.

Die Lücke wurde inzwischen an das Patch-Projekt gemeldet und hat die Id CVE-2018-1000156 zugewiesen bekommen. Ein offizielles Update gibt es bislang nicht, allerdings finden sich im Bugtracker des Patch-Tools verschiedene Patches, die das Problem auf unterschiedliche Weise lösen.

Ein praktisch identisches Problem mit ed-Patches wurde bereits 2015 in FreeBSD und in OpenBSD behoben.

Exploit für beep-Lücke aufgetaucht

Für die beep-Sicherheitslücke gibt es inzwischen auf Github einen Exploit. Über eine Race-Condition schreibt dieser einige Bytes in eine Datei, die unter Debian regelmäßig als Cronjob ausgeführt wird. Dadurch wird ein Skript im Temp-Verzeichnis ausgeführt, welches dann unter Kontrolle des Users ist und mit Root-Rechten gestartet wird. Somit kann ein Nutzer Root-Rechte erlangen.

Möglich ist das, weil das beep-Tool es erlaubt, die genauen Parameter, die in ein Device geschrieben werden, zu kontrollieren. Somit kann ein Dateipfad entsprechend als Integer codiert werden. Den Devicenamen kann man ebenfalls über die Kommandozeile übergeben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. ab 195€ (sofort verfügbar) Bestpreis bei Geizhals
  2. (u. a. be quiet! Dark Base Pro 900 Rev. 2 für 199,90€ + 6,79€ Versand und Edifier Studio...
  3. (garantierte Lieferung vor Weihnachten bei Bestellung bis 14.12.)

schily 09. Apr 2018

Also mein patch patcht ein File in /tmp und wenn man das "red" aus /tmp/ aufrufen würde...


Folgen Sie uns
       


Made in USA: Deutsche Huawei-Gegner schweigen zu Juniper-Hintertüren
Made in USA
Deutsche Huawei-Gegner schweigen zu Juniper-Hintertüren

Zu unbequemen Fragen schweigen die Transatlantiker Manuel Höferlin, Falko Mohrs, Metin Hakverdi, Norbert Röttgen und Friedrich Merz. Das wirkt unredlich.
Eine Recherche von Achim Sawall

  1. Sandworm Hacker nutzen alte Exim-Sicherheitslücke aus

Geforce RTX 3060 Ti im Test: Die wäre toll, wenn verfügbar-Grafikkarte
Geforce RTX 3060 Ti im Test
Die "wäre toll, wenn verfügbar"-Grafikkarte

Mit der Geforce RTX 3060 Ti bringt Nvidia die Ampere-Technik in das 400-Euro-Segment. Dort ist die Radeon RX 5700 XT chancenlos.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Supercomputer-Beschleuniger Nvidia verdoppelt Videospeicher des A100
  2. Nvidia Geforce RTX 3080 Ti kommt im Januar 2021 für 1.000 US-Dollar
  3. Ampere-Grafikkarten Specs der RTX 3080 Ti und RTX 3060 Ti

Star Wars: Darth-Vader-Darsteller Dave Prowse ist tot
Star Wars
Darth-Vader-Darsteller Dave Prowse ist tot

Er war einer der großen Stars der originalen Star-Wars-Trilogie und doch kaum jemandem bekannt. David Prowse ist im Alter von 85 Jahren gestorben.
Ein Nachruf von Peter Osteried

  1. Spaceballs Möge der Saft mit euch sein
  2. The Mandalorian Erste Folge der zweiten Staffel ist online
  3. Star Wars Disney und Lego legen Star Wars Holiday Special neu auf

    •  /