GNU-Gründer: Richard Stallman tritt von MIT- und FSF-Position zurück

Nach verstörenden Äußerungen zu einem der Opfer Jeffrey Epsteins tritt der Gründer des GNU-Projekts, Richard Stallman, von seiner Position beim MIT und dem FSF-Vorstand zurück.

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Der Gründer der FSF, Richard Stallman, tritt von seinen Posten zurück.
Der Gründer der FSF, Richard Stallman, tritt von seinen Posten zurück. (Bild: FRANCOIS GUILLOT/AFP/Getty Images)

Der Informatiker und Begründer der Free-Software-Bewegung, Richard Stallman, ist von seiner Position als Präsident der Free Software Foundation (FSF) zurückgetreten. Dies geschieht offenbar als Reaktion auf öffentlichen Druck, nachdem Stallman eines der Opfer des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein als "völlig bereitwillig" beschrieben hat.

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Dieses Zitat stammt aus einem E-Mail-Thread, den die Ingenieurin und MIT-Absolventin Selam Jie Gano vergangene Woche veröffentlicht hat. Medien wie etwa Vice haben diese E-Mails daraufhin erneut veröffentlicht und darüber berichtet. Die E-Mails sind über eine Mailing-Liste des Computer Science and Artificial Intelligence Lab (CSAIL) am MIT verschickt worden. Stallman war am CSAIL bisher als Visiting Scientist samt Büro angestellt und tritt nun auch von dieser Position zurück.

Zu seinem Rücktritt selbst schreibt Stallman: "Ich mache dies aufgrund des Drucks auf das MIT und mich selbst aufgrund einer Reihe von Missverständnissen und Fehlcharakterisierungen". Allerdings hat Stallman in den vergangenen Jahren immer wieder Grenzen überschritten und etwa mehrfach behauptet, dass sexuelle Handlungen zwischen Kindern und Erwachsenen einvernehmlich sein könnten und den Kindern nicht schadeten. Noch vor wenigen Tagen hat Stallman diese Position öffentlich revidiert. Die besagten E-Mails hatte Stallman dazu genutzt, über das geltende Schutzalter in den USA zu diskutieren.

Stallman über Jahrzehnte in der Kritik

Ähnliche Äußerungen oder auch sexistische Witze Stallmans sind in der Community seit Jahrzehnten bekannt. Im vergangenen Jahr hat Stallman etwa seine Position genutzt, um die geplanten Verhaltensregeln für das GNU-Projekt deutlich abzuschwächen. Das ehemalige Vorstandsmitglied der FSF, der Entwickler Matthew Garrett, ist zudem von seiner Position zurückgetreten, weil sich Stallman laut Garrett etwa geweigert hat, die Verhaltensregeln einer Konferenz durchzusetzen.

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Was der Rücktritt Stallmans für die Free-Software-Bewegung bedeutet, ist noch nicht klar. Die FSF sucht zunächst nach einer Person als President für die Organisation. Garrett fordert in seinem Blog darüber hinaus, dass diese keine Führungspersönlichkeit mehr werden solle. Die Bewegung solle ihrem politischen Anspruch nach vielmehr dezentralisiert wirken und alle Beteiligten dazu befähigen, sich für den weiteren Erfolg von freier Software einzusetzen.

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SJ 23. Sep 2019

Alles was du gesagt hast, führt zu diesem Schluss.

SJ 23. Sep 2019

Weder hat Minsky noch was mit dieser Dame gehabt, noch hat RMS irgendwas falsches...

Tantalus 18. Sep 2019

Auch traurig, dass Golem eine derart eklatante (und IMHO verleumderische) Falschaussage...

sofries 18. Sep 2019

Nein, das stimmt nicht. Die nackten Minderjährigen in der Bravo sind seit jeher legal...



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