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Gmail: Google stellt die einfache HTML-Ansicht ein

Die Kompatibilität mit älteren Browser -Versionen wird damit eingeschränkt. Kritik gibt es außerdem von blinden Nutzern.
/ Martin Böckmann
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Die einfache HTML-Ansicht wird es ab 2024 nicht mehr geben. (Bild: Martin Böckmann/Golem.de)
Die einfache HTML-Ansicht wird es ab 2024 nicht mehr geben. Bild: Martin Böckmann/Golem.de

Google hat auf einer Support-Seite bekanntgegeben(öffnet im neuen Fenster) , dass die einfache HTML-Ansicht von Gmail im Januar 2024 eingestellt wird. Ab diesem Datum kann Gmail im Browser nur noch in der bereits seit über 10 Jahren existierenden Standardansicht genutzt werden. Probleme wird es dann mit älteren Browsern geben, die keine Updates mehr erhalten.

Auch in Gebieten mit schlechter Netzabdeckung ist die einfache Ansicht bisher ein Hilfsmittel, um ohne E-Mail-Client auf Gmail zugreifen zu können. Neben der Nutzung etwas einfacherer Elemente, die an die frühen 2000er-Jahre erinnern, fehlen unter anderem die Rechtschreibprüfung, Kontaktverwaltung und die Textformatierung.

Kritik gibt es von sehbehinderten Nutzern, deren Text-to-Speech Tools teilweise auf die einfache HTML-Version setzen, da dies wegen der geringeren Komplexität technisch einfacher umzusetzen ist. Diese Tools benötigen nun ein Update, um weiterhin mit Gmail zu funktionieren. Generell werden solche Funktionen in der Standardansicht aber ebenfalls unterstützt.

Alte PCs könnten Probleme bekommen

Ältere Hardware mit geringen Ressourcen dürfte ebenfalls Probleme bekommen. Die einfache Ansicht braucht deutlich weniger Speicher, zudem lässt sich per Inspektor-Tool in Google Chrome feststellen, dass die Standardansicht von Gmail zwar sogar etwas schneller lädt, danach aber noch länger Daten nachlädt, während die einfache Ansicht nach dem Aufbau fertig ist.

Google ist bekannt dafür, immer wieder Services einzustellen, die den internen Ansprüchen nicht genügen. Wie genau die Kriterien dafür sind, ist häufig unklar. Ganz immun gegen Kritik ist Google allerdings nicht, so wurde etwa die kostenlose G-Suite beibehalten, nachdem Kunden gegen deren Einstellung protestiert hatten.


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