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GM-Ultimatum: Tausende Zulieferer müssen China-Geschäft aufgeben

General Motors zwingt Tausende Zulieferer, ihre China-Verbindungen zu kappen. Hintergrund sind wachsende geopolitische Spannungen.
/ Andreas Donath
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Renaissance Center mit General-Motors-Gebäude in Detroit (Bild: Pexels)
Renaissance Center mit General-Motors-Gebäude in Detroit Bild: Pexels

General Motors hat nach Angaben von informierten Quellen Tausende seiner Zulieferer angewiesen, chinesische Bezugsquellen für Rohstoffe aus ihren Abläufen zu beseitigen. Das berichtet die Business Times aus Singapur(öffnet im neuen Fenster) .

Führungskräfte von GM sollen Zulieferern die Suche nach alternativen Quellen für Rohmaterialien und Komponenten nahegelegt haben, mit dem Ziel eines vollständigen Rückzugs aus chinesischen Lieferketten. Einigen wurde eine Frist bis 2027 gesetzt, um ihre Verbindungen zu kappen.

Der Rückzug von GM aus seinen Handelbeziehungen zu China begann Ende 2024, gewann aber im Frühjahr 2025 an Schwung, als sich die Spannungen zwischen Washington und Peking verschärften.

Navigieren durch Handelsspannungen und Zollkonflikte

Während des gesamten Jahres 2025 sahen sich Automobilhersteller damit konfrontiert, Störungen in den Lieferketten zu managen, die aus den US-chinesischen Beziehungen resultierten. Die unberechenbare Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump und Sorgen über potenzielle Engpässe bei seltenen Erden und Halbleitern veranlassten Hersteller ohnehin, ihre Abhängigkeit von chinesischen Zulieferern zu überdenken.

Der Fokus von GM richtet sich auf Komponenten und Materialien, die in der nordamerikanischen Fahrzeugproduktion verwendet werden, wo das Unternehmen den Großteil seiner globalen Produktion hat. Die Anweisung an die Zulieferer erstreckt sich über China hinaus auch auf andere Nationen, die aus Gründen der nationalen Sicherheit US-Handelsbeschränkungen unterliegen, darunter Russland und Venezuela.

GM arbeitet bereits länger daran, seine Abhängigkeit von chinesischen Quellen für Akkumaterialien und Chips zu reduzieren. Das Unternehmen unterhält Partnerschaften mit einem heimischen Seltene-Erden-Unternehmen und hält Beteiligungen an einer Lithiummine in Nevada für die zukünftige Produktion von Fahrzeugakkus.

Komplexer Prozess für Zulieferer

Die Umleitung von Lieferketten weg von China stellt erhebliche Herausforderungen und Kosten für Teilezulieferer dar. China hat in bestimmten Automobilzuliefersektoren die Oberhand, darunter bei Beleuchtung und Elektronik, was es schwer macht, Alternativen zu finden.


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