Glücksspiel: Verbraucherverbände wollen strengere Lootbox-Regeln

Lootboxen in Fifa und anderen Computerspielen sind Glücksspiel - sagen 20 europäische Verbraucherverbände.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von Fifa 22
Artwork von Fifa 22 (Bild: Electronic Arts)

20 große Verbraucherschutzverbände aus Europa fordern mehr Regulierung bei Lootboxen in Computerspielen. Gemeint sind virtuelle Schatzkisten, die von den Gamern direkt oder indirekt mit Einsatz von Geld gekauft werden. Erst beim Öffnen erfährt man, ob sich in den Truhen nur Nieten oder wertvolle Ausrüstung oder Sammelkarten befinden.

Stellenmarkt
  1. Wissenschaftlerin / Wissenschaftler als Data Architect (w/m/d)
    Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Bonn
  2. Service Desk Specialist (m/w/d)
    Hays AG, Dresden
Detailsuche

Es gibt schon länger immer wieder Forderungen nach mehr Regulierung, das gemeinsame Vorgehen der Verbraucherschützer ist aber eine Premiere. Federführung hat die Norwegian Consumer Council (NCC) inne.

Aus Deutschland ist der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) beteiligt, aus Österreich der Verein für Konsumenteninformation und aus der Schweiz der Westschweizer Konsumentenverband.

In einem ausführlichen Report (PDF) stellt der NCC die aktuelle Situation rund um die Lootboxen dar. Zwei Spiele werden konkret genannt: Fifa - und dabei insbesondere der umstrittene, aber äußertst beliebte Modus Fifa Ultimate Team (FUT), sowie das in einem Fantasyszenario angesiedelte Rollenspiel Raid Shadow Legends.

Golem Karrierewelt
  1. Entwicklung mit Unity auf der Microsoft HoloLens 2 Plattform: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    10./11.10.2022, Virtuell
  2. Go für Einsteiger: virtueller Zwei-Tages-Workshop
    26./27.09.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die NCC beschreibt unter anderem, wie Electronic Arts bei Fifa die Begehrlichkeit weckt, Karten mit Fußballern über Lootboxen zu gewinnen. Wenn zwei Spieler in diesem Modus mit ihren Karten gegeneinander antreten, würde systematisch versucht, den Verlieren zum Kauf weiterer Lootboxen anzustacheln - um sich ein besseres Team zusammenzustellen.

Das könne aber langfristig nicht funktionieren, weil der Wert der Karten im Laufe der Zeit abnehme, also müsse man nachkaufen. Zudem gebe es zwar Hinweise, wie hoch die Chance auf eine wertvolle Karte sei - damit könne man in der Praxis aber wenig anfangen.

Verbraucherschützern fordern mehr Transparenz

All diese Systeme würden dazu führen, dass Glücksspielsucht gefördert werde. Davon könnten besonders Kinder und Jugendliche betroffen sein. Die Spieleanbieter würden "räuberisch, manipulativ und zunehmend aggressiv" vorgehen. Deshalb sollten Minderjährige künftig keinen Zugriff auf Games mit Lootboxen erhalten.

Außerdem wollen die Verbraucherschützer, dass bei den Käufen von Lootboxen immer klar ist, was die jeweilige Schatztruhe etwa in Euro kostet - bislang wird das so gut wie immer durch den Einsatz von Ingame-Währungen verschleiert.

Außerdem sollen die Algorithmen, wann es einen wertvollen Gewinn gibt und wann nicht, gegenüber den Aufsichtsbehörden offengelegt werden müssen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Oktavian 03. Jun 2022

Ach, das glaubst auch nur Du. ;-) Der Tandem-Sprung kostet 250 EUR, davon hast Du genau...

Oktavian 03. Jun 2022

Mitnichten. Ich führe mich nur als Beispiel an, und ich liefere ein Modell, wie man ganz...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Führung in der IT
Über das Unentbehrlichsein

Wie ich als Chef zum wandelnden Lexikon wurde und dabei meinen Spaß an der Arbeit verlor - und wie ich versuche, es besser zu machen.
Ein Erfahrungsbericht von @SoFuckingAgile

Führung in der IT: Über das Unentbehrlichsein
Artikel
  1. FTTC: Nachfrage für Vectoring der Telekom steigt um 60 Prozent
    FTTC
    Nachfrage für Vectoring der Telekom steigt um 60 Prozent

    Die Telekom sieht sich mit dem kupferbasierten Anschluss erfolgreich. Im Jahresvergleich hat sich der Kundenbestand um 1,3 Millionen auf 5,4 Millionen erhöht.

  2. Sensorfehler: Spinne legt Rendsburger Schwebefähre lahm
    Sensorfehler
    Spinne legt Rendsburger Schwebefähre lahm

    Ein Krabbeltier hat ein wichtiges Verkehrsmittel zur Überquerung des Nord-Ostsee-Kanals gestoppt - indem es ein Netz über einem Sensor gesponnen hat.

  3. Financial Modeling World Cup: Excel-E-Sport im Fernsehen
    Financial Modeling World Cup
    Excel-E-Sport im Fernsehen

    Ein TV-Sender in den USA übertrug erstmals die Ausscheidung der Excel-Weltmeisterschaft.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 jetzt bestellbar • Neuer MM-Flyer • MindStar (Gigabyte RTX 3070 Ti 699€, XFX RX 6950 XT 999€) • eBay Re-Store -50% • AVM Fritz-Box günstig wie nie • Top-SSDs 1TB/2TB (PS5) zu Hammerpreisen • MSI-Sale: Gaming-Laptops/PCs -30% • Der beste Gaming-PC für 2.000€ [Werbung]
    •  /