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Glücksspiel: US-Senat beschäftigt sich mit Lootboxen

Politiker in den USA haben einen Gesetzesentwurf eingereicht, der Auswirkungen auf die Spielebranche haben würde: Er könnte dazu führen, dass Lootboxen als Glücksspiel gelten - und dass das ursprünglich geplante Star Wars Battlefront 2 nicht mehr an Minderjährige verkauft werden dürfte.

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Szene aus der Kampagne von Star Wars Battlefront 2
Szene aus der Kampagne von Star Wars Battlefront 2 (Bild: Electronic Arts/Screenhot: Golem.de)

Der Gesetzesentwurf 6266 (PDF) könnte die Spieleindustrie nachhaltig verändern. In ihm fordern drei Senatoren der Demokratischen Partei eine Untersuchung, ob Lootboxen in den USA aus rechtlicher Sicht als Glückspiel gelten müssen, ob sie schädliche Auswirkungen auf Minderjährige haben und eine Reihe ähnlicher Fragen.

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Gemeint sind die Lootboxen, die in Titeln wie Mittelerde - Schatten des Krieges für echtes Geld zufällig ausgewählte Extras bieten, etwa Waffen oder sonstige Ausrüstung für den Spieler. Für besondere Diskussionen und Empörung hatten die Schatzkisten im Vorfeld der Veröffentlichung von Star Wars Battlefront 2 geführt, Publisher Electronic Arts hatte sie daraufhin kurz vor Verkaufsstart deaktiviert.

Die Senatoren Kevin Ranker, Reuven Carlyle und Karen Keiser verhandeln den Gesetzesentwurf am 31. Januar 2018 in einem Ausschuss des Senats. Wird die Vorlage angenommen, muss die für Glücksspiel zuständige Kommission des Staates Washington bis Dezember 2018 die offenen Fragen klären und Empfehlungen abgeben, wie die möglicherweise gefundenen Probleme gelöst werden könnten.

Aus Sicht der Spielebranche droht die Gefahr, dass dabei Lootboxen tatsächlich als Glücksspiel eingestuft werden. Das hätte zur Folge, dass Spiele mit derartigen Mikrotransaktionen im Staat Washington nur an Spieler mit einem Alter ab 18 und in anderen Staaten an über 21-Jährige verkauft oder sonstwie abgegeben werden dürften. In den USA werden Verstöße gegen Glückspielanbieter relativ strikt verfolgt und geahndet - das Geschäftsmodell wäre mit einem derartigen Gesetz wahrscheinlich so gut wie erledigt.

In den vergangenen Monaten hatten bereits Politiker und Behörden in den Niederlanden, in Belgien und in Frankreich verlangt, sich mit den Glücksspielelementen in Vollpreisspielen zu beschäftigen. Ende November 2017 hatten dann auch Politiker im US-Bundesstaat Hawaii angekündigt, gemeinsam mit Vertretern anderer Bundesstaaten gegen Mikrotransaktionen und Lootboxen in Spielen vorzugehen - das Ergebnis ist der nun vorgelegte Gesetzesentwurf.

In Deutschland hatte Ende 2017 der Bayerische Landtag über das Thema debattiert und ebenfalls eine Überprüfung auf Bundesebene gefordert, "inwieweit Lootboxen aufgrund ihrer Suchtgefahr als Glücksspielelemente in Computerspielen mit der Altersfreigabe 'ab 18' versehen werden müssen." In den meisten Fällen wurde vor allem mit den ursprünglich für Star Wars Battlefront 2 geplanten Lootboxen argumentiert.



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