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Glonass: Russische Satellitennavigation fällt stundenlang aus

Mehrere Stunden lang ist das russische Satellitennavigationssystem Glonass am 2. April 2014 nicht einsatzbereit gewesen. Betroffen von dem Fehler waren alle Satelliten der Konstellation, die im Einsatz sind.

Artikel veröffentlicht am ,
Russischer Satellit Glonass-K (auf der Cebit 2011): erfolgreicher Satellitenstart Ende März
Russischer Satellit Glonass-K (auf der Cebit 2011): erfolgreicher Satellitenstart Ende März (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Das russische Satellitennavigationssystem Glonass ist am Mittwoch ausgefallen. Mehrere Stunden war eine Positionsbestimmung mit dem System nicht möglich. Das betraf auch Nutzer im Ausland.

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Der Ausfall habe am 2. April gegen 1 Uhr Moskauer Zeit (1. April, 23 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit) begonnen, berichtet das auf Satellitennavigation spezialisierte US-Magazin Inside GNSS. Die Störung dauerte über zehn Stunden. Erst am späten Vormittag war sie behoben.

Unzulässige Ephermeriden

Die Übersicht der russischen Glonass-Überwachung zeigte die Fehlermeldungen "Ausfall" oder "Unzulässige Ephermeriden" an. Auf einem Screenshot, den das Magazin GPS World veröffentlicht hat, ist zu sehen, dass alle 24 Satelliten, die in der Konstellation im Einsatz sind, betroffen waren.

Der Ausfall habe das ganze System betroffen und sei simultan gewesen. Es habe deshalb Spekulationen gegeben, dass fehlerhafte Ephemeriden an die Satelliten verteilt worden seien, berichtet Inside GNSS. Ephemeriden sind Tabellen, in denen die Positionen von Himmelskörpern angegeben sind. Sie geben in dem Fall die Position der Satelliten im Orbit an.

Nacheinander korrigiert

Die Satelliten konnten erst nach und nach wieder in Betrieb genommen werden. Das habe daran gelegen, dass ein Satellit erst in Reichweite einer Bodenstation habe kommen müssen. Erst dann sei es möglich gewesen, die nötigen Korrekturen vorzunehmen, erklärt Inside GNSS.

Die Auswirkungen seien weltweit zu spüren gewesen, sagte Drew Davies vom kanadischen Geodaten-Dienstleister Rx Networks dem US-Magazin PC World: Viele GPS-Empfänger und Smartphones nutzen nicht nur die Signale der GPS-, sondern auch die der Glonass-Satelliten zur Standortbestimmung. Das gelte gerade in Großstädten: Wenn das Smartphone zwischen den Häusern nicht genug GPS-Satelliten finde, weiche es auf Glonass aus. Deshalb seien auch Nutzer außerhalb Russlands betroffen gewesen.

Satellitenverluste

Es ist wieder ein Rückschlag für das russische Satellitennavigationssystem und das ohnehin in der Krise steckende russische Raumfahrtprogramm. Im vergangenen Jahr war eine Proton-M-Rakete mit drei neuen Glonass-Satelliten an Bord kurz nach dem Start abgestürzt. Im Dezember 2010 war schon einmal eine Rakete ebenfalls mit drei Satelliten abgestürzt.

Nach dem Absturz 2010 sowie wegen Korruptionsvorwürfen hatte die russische Regierung vor einigen Jahren für die Entlassung einiger hochrangiger Amtsinhaber aus der Weltraumbranche gesorgt. Darunter war der Direktor der Weltraumagentur Roskosmos sowie der Chef von JSC Russian Space Systems. Das ist das Unternehmen, das für Glonass verantwortlich ist.

Neuer Satellit gestartet

Gerade sah es so aus, als hätten sich die Schwierigkeiten gelegt: Ende März wurde ein neuer Glonass-M-Satellit in die Umlaufbahn geschossen und in Betrieb genommen. Außerdem hat JSC dieser Tage angekündigt, dass die lange erwartete neue Satellitengeneration Glonass-K Ende des Jahres startklar sein werde.

Unterdessen hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa die Zusammenarbeit mit Russland weitgehend beendet. Sie wolle lediglich noch die Versorgung der Internationalen Raumstation (ISS) gemeinsam mit Russland erledigen. Ansonsten seien die Kontakte ausgesetzt worden, berichtet die New York Times. Auf der ISS sind die USA auf Russland angewiesen: Astronauten können nur mit den russischen Sojus-Kapseln zur ISS und zurück zur Erde transportiert werden.



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thecrew 03. Apr 2014

Okay, die hatten am 02.04 ein Manöver für einen Atomschlag.... Noch Fragen ? So meint es...

angelpage 03. Apr 2014

... mehr nicht.

Lord LASER 03. Apr 2014

Galileo soll Safety-of-Life Services bieten. Damit wird zB. ein Flugzeug binnen Minuten...

jayrworthington 03. Apr 2014

Ja, darum gehts im Artikel :-P. Falls Du von Navstar der Amerikaner redest, meines...


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