Wir müssen vom Sonnensystem Abschied nehmen

Als weißer Zwerg wird die Sonne in etwa den Durchmesser der Erde haben. Das ist nur noch etwa ein Hundertstel ihres jetzigen Durchmessers und nur noch etwa 0,01 bis 0,1 Promille ihres Durchmessers während ihres Zustands als roter Riese.

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Ihre Wasserstoffreserven werden erschöpft sein und ihre Leuchtkraft wird wegen ihrer kleinen Oberfläche abnehmen. Weil die Sonne so klein und dicht sein wird, wird auch ihre Temperatur sehr hoch sein und sie wird noch viele Milliarden Jahre weiter leuchten. Jedoch wird die habitable Zone sehr schmal sein und sehr nahe an der Sonne liegen - und zwar näher als der heutige Orbit des Planeten Merkur, den es dann ja gar nicht mehr geben wird.

Es wird vermutlich keine Planeten in der habitablen Zone des weißen Zwergs geben. Die verbleibenden Planeten, also eventuell die verbrannte Erde und wahrscheinlich Mars und die äußeren Planeten, werden außerhalb dieser Zone liegen und finstere Eiswelten sein. Es ist zwar vorstellbar, dass ein Nomadenplanet, also ein Planet, der von außerhalb des Sonnensystems geflogen kommt und von dem weißen Zwerg gravitativ eingefangen wird, zufällig einen Orbit in der neuen habitablen Zone einnehmen könnte, aber die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, ist sehr klein.

Welche Sternensysteme kommen als Heimat infrage?

Die Menschheit beziehungsweise ihre Nachfahren werden vermutlich neue Heimatwelten in anderen Sternensystemen suchen. In Frage kommen Sternensysteme mit Sternen von den spektralen Typen G (gelbe Sterne wie unsere Sonne), K (orange Sterne, die etwas massenärmer und kühler als die Sonne sind) und vielleicht auch M (rote Zwerge, das sind kleine, massenarme, relativ kühle Sterne).

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Sterne vom Typ G wie unsere Sonne haben relativ breite habitable Zonen. Bei Sternen der Typen K und M sind die habitablen Zonen schmaler, jedoch haben diese Sterne eine höhere Lebenserwartung, so dass Planeten möglicherweise über längere Zeiträume bewohnbar bleiben können, als dies bei der Erde der Fall ist.

Je kleiner die Masse eines Sterns ist, desto länger halten seine Wasserstoffreserven und desto höher ist seine Lebenserwartung. Große, massereiche Sterne wie blaue Riesen haben ein kurzes und wildes Leben, das mit einer Supernova-Explosion endet - beziehungsweise sie existieren danach weiter als Neutronensterne oder schwarze Löcher.

Die künftige Heimat ist vielleicht schon in Sicht

Dagegen haben Sterne mit einer geringen Masse ein langes und ruhiges Leben. Rote Zwerge können Hundert Milliarden Jahre, vielleicht sogar Billionen von Jahren Wasserstofffusion betreiben. Deshalb ist es vorstellbar, dass in ihren habitablen Zonen Planeten existieren könnten, die Leben für unvorstellbar lange Zeiten ermöglichen. Dort könnten sich Zivilisationen aufbauen, die länger als die Erde existieren würden.

Zudem sind rote Zwerge der mit Abstand häufigste Sternentyp in unserer Galaxie. Mehr als die Hälfte aller Sterne in unserer Galaxie sind vom Typ M, also kleiner als die Sonne. Die Sonne ist, verglichen mit zum Beispiel blauen Riesen, tatsächlich ein kleiner Stern, aber dennoch überdurchschnittlich groß, wenn man die Sonne mit der Grundgesamtheit aller Sterne vergleicht.

Expedition zu fremden Welten: 20 Milliarden Kilometer durch das Sonnensystem

Es gibt somit mehrere Dutzend Milliarden roter Zwerge allein in unserer Milchstraße. Solche Sterne des Typs K (orange Sterne) und M (rote Zwerge) haben eine hohe Lebenserwartung. Vielleicht sehen wir also heute schon am Nachthimmel unser zukünftiges Heimatsternensystem.

Miroslav Stimac ist Informatiker, promovierter Wirtschaftswissenschaftler und aktuell Teilzeitstudent der Astronomie. Er arbeitet seit 2004 als Entwickler mit branchenübergreifender Projekterfahrung, hauptsächlich in Business Intelligence, Data Science und Statistik. Seine fachlichen Interessenschwerpunkte sind Astronomie, Japanologie, Konsumforschung und Robotik.

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 Aufbruch zu neuen Welten - aber wohin?
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DieTatsaechlich... 02. Aug 2021

Jupp ... und eine Partei "Alternative fürs Sonnensystem" wird sagen, die Leute hätten...

DieTatsaechlich... 02. Aug 2021

Die Kurzsichtigkeit nimmt weltweit stark zu. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO...

Michael H. 01. Aug 2021

Ähm.. kriegen wir auch hin, ohne dass wir erst Jahrtausende nach intelligentem Leben...

Michael H. 01. Aug 2021

So unterscheiden sich die Geschmäcker. Ich fand den Film gerade deswegen recht gut...



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