Erstmal müssen wir die menschengemachte Erderwärmung überleben

Vergleichen wir diese Erderwärmung, verursacht durch die Zunahme der Sonnenstrahlung auf der Erde, mit der von Menschen geschaffenen Erderwärmung: Die globale Oberflächentemperatur auf der Erde beträgt etwa 15 Grad Celsius. Seit 1880 hat sie um etwas mehr als ein Grad Celsius zugenommen.

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Man vermutet, dass die Erwärmung größtenteils an den von Menschen verursachten Treibhauseffekten liegt, die wiederum Folge der industriellen Revolution und des Verbrennens von fossilen Energieträgern ist. Diese Erderwärmung ist besorgniserregend, weil sie relativ schnell erfolgt ist.

Langfristig betrachtet gab es zwar immer wieder Klimaveränderungen, aber die meisten erfolgten langsamer. Zwar ist eine Temperaturerhöhung um 1 Grad Celsius nicht bedrohlich für das Leben auf dem gesamten Planeten - und selbst eine Erhöhung um ein paar Grad wäre es nicht: Manche Regionen werden für Menschen weniger lebensfreundlich, manche werden kaum betroffen sein und manche werden sogar lebensfreundlicher werden. Jedoch kann eine Erderwärmung um ein paar Grad Celsius katastrophale Folgen auf manche von Menschen besiedelte Erdregionen haben.

Durch das Schmelzen der Gletscher und der Eisdecken der Antarktis steigt der Meeresspiegel, was die Existenz von Küstenstädten oder ganzen Ländern bedroht. Länder und politische Grenzen verhindern oder erschweren es, aus vom Klimawandel negativ betroffenen Gebieten in nicht betroffene oder gar profitierende Gebiete umzusiedeln. Deshalb kann ein globaler Klimawandel zu sozialen und politischen Konflikten bis hin zu kriegerischen Auseinandersetzungen führen.

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Die Menschheit kann gegen diesen selbstgemachten Klimawandel etwas unternehmen oder sich daran anpassen, zum Beispiel:

  • Verringerung der Produktion von Treibhausgasen
  • Bindung von Treibhausgasen aus der Atmosphäre und ihre Lagerung in der Erde
  • Erhöhung des Albedo durch den Einsatz entsprechender Moleküle in der Atmosphäre oder in den Ozeanen oder durch die Erhöhung des Albedo der Erdoberfläche
  • Umsiedlung von durch den Klimawandel negativ betroffenen Menschen
  • finanzielle Unterstützung von durch den Klimawandel negativ betroffenen Regionen und Einwohnern.

Viele Regionen werden unbewohnbar

Im Gegensatz zu der menschengemachten Klimaerwärmung ist gegen die Erderwärmung aufgrund der Zunahme der Sonnenstrahlung wenig zu machen. Eine Temperaturerhöhung um 16 Grad Celsius würde bedeuten, dass die mittlere globale Temperatur von derzeit 15 auf 31 Grad Celsius steigen würde.

Eine derart hohe Temperatur gab es nicht einmal vor 500 Millionen Jahren in der sehr warmen Kambrium-Zeit. Zwar ist diese Epoche für die Explosion von Leben auf der Erde bekannt, allerdings war selbst damals die Durchschnittstemperatur nur um etwa 7 Grad höher als heute und größere Tiere lebten ausschließlich im Wasser.

Eine Temperaturerhöhung von 16 Grad hätte zur Folge, dass Regionen in Äquatornähe für menschliches Leben nicht mehr geeignet wären. Die Menschen dort müssten in höhere Breitengrade auswandern oder, falls doch in heißen Regionen gesiedelt würde, unterirdische Behausungen bauen und tagsüber Spaziergänge nur mit spezieller Ausrüstung unternehmen. Der Meeresspiegel würde steigen, weil viel Eis von Antarctica und Grönland schmelzen würde. Früher oder später würde sogar alles Eis auf den Landmassen schmelzen. Allein das Schmelzen der Gletscher von Antarctica würde den Meeresspiegel um etwa 60 Meter erhöhen. Welche Folgen das auf die menschlichen Besiedlungsregionen hätte, kann man auf der Floodmap simulieren.

Expedition zu fremden Welten: 20 Milliarden Kilometer durch das Sonnensystem

Weite Teile Norddeutschlands inklusive Hamburg, Bremen und Berlin würden vom Meer verschlungen. Ähnlich wäre es auch mit London und den Ballungsgebieten im Großraum Tokyo. Allein in Letzterem leben aktuell etwa 30 bis 40 Millionen Menschen. Natürlich wird es diese Städte dann ohnehin nicht mehr geben.

Kontinente werden nicht mehr existieren

Diese Beispiele dienen nur dazu, sich die Folgen einer Erhöhung des Meeresspiegels auf unserer heutigen Erde vorstellen zu können. Allerdings wird die Erde in einer Milliarde Jahren ohnehin ganz anders aussehen. Durch tektonische Aktivitäten und Bewegungen der Kontinentalplatten werden die Kontinente, wie wir sie heute kennen, in der Form nicht mehr existieren.

In den nächsten paar Hundert Millionen Jahren wird sich vermutlich ein Superkontinent bilden, der aus allen oder den meisten bisherigen Kontinenten besteht. Über sein Aussehen wird noch diskutiert. Es gibt mehrere Modelle, die von verschiedenen Wissenschaftlern und Forschungsinstituten erstellt wurden.

Je nach Modell wird der neue Superkontinent beispielsweise Pangea Ultima, Novopangea, Aurica oder Amasia genannt. Einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema findet man beim Discover Magazine. Allein schon die Entstehung eines Superkontinents wird das lokale Klima vieler Regionen sehr stark beeinflussen, weil in großen Gebieten Kontinentalklima herrschen wird und so große, niederschlagsarme Gebiete existieren werden, die Wüsten sein könnten.

In fünf Milliarden Jahren ist Schluss auf der Erde

Doch selbst wenn die Menschheit oder ihre evolutionären Nachfolger es mittels technischer Mittel schaffen sollten, in einer Milliarde Jahre noch eine Zivilisation auf der Erde zu haben, so wird dies in etwa 5 Milliarden Jahren nicht mehr möglich sein. Die Erde wird dann nicht mehr nur unangenehm heiß sein, sondern von der Sonne verschluckt oder verbrannt werden.

Jegliche Bauwerke, seien sie technologisch noch so innovativ, werden dem Inferno nicht standhalten. Der Menschheit beziehungsweise ihren evolutionären Nachfolgern bleibt nur eine Alternative: die Erde zu verlassen und neue Heimatwelten suchen.

Mit etwas Glück wären die neuen Welten nicht fern.

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 Globale Erwärmung XXL: Wenn die Erde unbewohnbar wirdAufbruch zu neuen Welten - aber wohin? 
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DieTatsaechlich... 02. Aug 2021

Jupp ... und eine Partei "Alternative fürs Sonnensystem" wird sagen, die Leute hätten...

DieTatsaechlich... 02. Aug 2021

Die Kurzsichtigkeit nimmt weltweit stark zu. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO...

Michael H. 01. Aug 2021

Ähm.. kriegen wir auch hin, ohne dass wir erst Jahrtausende nach intelligentem Leben...

Michael H. 01. Aug 2021

So unterscheiden sich die Geschmäcker. Ich fand den Film gerade deswegen recht gut...



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