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Glenn Greenwald: "Da kommt noch viel mehr"

In einem Interview mit der ARD hat der Journalist Glenn Greenwald bekräftigt, dass er noch weitere Enthüllungen zur NSA plant, die aus den Dokumenten Edward Snowdens hervorgehen. 9.000 bis 10.000 Unterlagen lägen ihm noch vor.

Artikel veröffentlicht am , /
Glenn Greenwald im Interview mit Reinhold Beckmann
Glenn Greenwald im Interview mit Reinhold Beckmann (Bild: Das Erste/Screenshot: Golem.de)

"Es werden in den nächsten Tagen noch mehr Berichte erscheinen, die noch viel explosiver sind, als die, die bisher erschienen sind", sagte der Journalist Glenn Greenwald in einem Interview mit der ARD. Vor allem zur Zusammenarbeit anderer Geheimdienste - etwa des BND - mit der NSA. Er sei im Besitz von 9.000 bis 10.000 Dokumenten, die ihm der Whistleblower Edward Snowden überlassen habe. "Ich konnte noch gar nicht alle durchsehen, manche sind sehr kompliziert, wir arbeiten daran", sagte er weiter. Mit den Veröffentlichungen wollten aber weder er noch Snowden Menschen gefährden.

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Snowden habe ihm und einem anderen Journalisten, der für den Spiegel schreibt, die kompletten Dokumente überlassen, als er in Hongkong war, sagte Greenwald weiter. "Er hat alle, sehr wichtigen, vertraulichen Dokumente nicht an andere Länder verkauft, damit hätte er sicherlich viel Geld verdienen können. Oder er hätte sie im Internet veröffentlichen können - all das hat er nicht getan. Er ist sehr verantwortungsvoll damit umgegangen."

NSA leitet Daten an BND weiter

Greenwald sagte auch, der deutsche Geheimdienst habe Zugang zu Daten wie E-Mails, "die die NSA weiterreicht". Ob die Bundesregierung über Prism Bescheid wusste, könne er nicht sagen. Deutschland gehöre zwar nicht zum engeren Kreis der kooperierenden Geheimdienste. Das seien die Geheimdienste der "Five Eyes", zu denen neben den USA auch Großbritannien, Kanada, Neuseeland und Australien gehören. Deutschland gehöre aber zum erweiterten Kreis und pflege eine enge Zusammenarbeit auf Geheimdienstebene. Darüber müsste die Bundesregierung aber informiert sein.

"Prism ist nur ein Teil von dem, was die NSA macht", der Teil, der Unternehmen wie "Facebook, Google, Skype Microsoft und so weiter direkt angreift", sagte Greenwald. Es gebe noch weitere Unterlagen, die die enge Zusammenarbeit zwischen Konzernen und der NSA belegen. "Es gibt noch viele NSA-Programme, die das amerikanische Volk ausspionieren, darüber weiß die Öffentlichkeit noch nichts."

In den USA bewege sich aber gerade viel, sagte Greenwald weiter. Dazu gehörten Aussagen wie die des ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter, die USA habe "derzeit keine funktionierende Demokratie". In einer Anhörung vor dem Justizausschuss des US-Kongresses seien die Abgeordneten ebenfalls kritisch gegenüber den Geheimdiensten gewesen.

Er kommuniziere regelmäßig mit Snowden über verschlüsselte Chats und treffe selbst einige Vorsichtsmaßnahmen aus Angst vor Repressalien. Zu seinem persönlichen Umgang mit den Dokumenten von Snowden sagte Greenwald, er trage sie immer bei sich und habe Kopien "an anderen Orten" deponiert.

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Anonymer Nutzer 19. Jul 2013

jetzt wo wir wissen, dass wir ausspioniert werden, könnten wir diesen Umstand doch nutzen...

consulting 19. Jul 2013

Deutschlands Presse schwimmt "political correct" im Mainstream. Gegen den Strom wäre...

Natchil 19. Jul 2013

Halte ich psychologisch nicht haltbar. Ist schon ein bisschen komplexer als das sich...

volkerswelt 19. Jul 2013

Ohhhh ... thx :)

ap (Golem.de) 19. Jul 2013

Inzwischen sind scheinbar alle Argumente ausgetauscht und es wird endgültig persönlich...


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