Glasfaserverband: Buglas verliert zwei seiner wichtigsten Mitglieder
Der Glasfaserverband Buglas verliert mit M-net aus München und Netcologne aus dem Großraum Köln zwei seiner wichtigsten Mitglieder und Beitragszahler, die zugleich im Vorstand des Branchenverbandes saßen. Das geht aus einer internen Mitteilung von Buglas-Geschäftsführer Wolfgang Heer an die Mitglieder hervor, die Golem.de vorliegt.
Die beiden führenden regionalen Glasfaserbetreiber M-net und Netcologne hatten am 19. Oktober 2023 auf dem Buglas-Jahreskongress in Berlin versucht durchzusetzen, dass der Buglas sich dem größeren Branchenverband Anga anschließt. Dafür fand sich jedoch keine Mehrheit.
In der E-Mail von Heer heißt es, "dass sich die Mitgliedsunternehmen M-net und Netcologne dazu entschlossen haben, mit sofortiger Wirkung von den von ihnen bekleideten Vorstandsämtern zurückzutreten und zum Ende des Jahres ihre Mitgliedschaft im Buglas aufzugeben. Gleichzeitig sehen wir uns sehr gut aufgestellt, um auch weiterhin wirksam für den bundesweiten Glasfaserausbau und die Interessen unserer Mitglieder einzutreten" . Der Branchenverband Buglas hat derzeit 170 Mitgliedsunternehmen.
Buglas-Geschäftsführer: Don't worry
"Der Buglas sieht sich mit 170 Mitgliedsunternehmen für das weitere Eintreten für den bundesweiten Glasfaserausbau im Sinne von Fiber to the Building/Home (FTTB/H) sehr gut aufgestellt" , erklärte Heer Golem.de auf Anfrage.
M-net-Sprecher Hannes Lindhuber sagte Golem.de: "Wir haben uns dazu entschlossen, aus dem Buglas auszutreten und unser Engagement im Rahmen der Interessensvertretungen bei Verbänden neu zu bündeln. Dem Austritt entsprechend ist es nur konsequent, dass Nelson Killius auch sein Amt als Mitglied des Vorstands niederlegt." Killius ist Unternehmenschef bei M-net.
M-net halte es für sinnvoll, "die Kräfte innerhalb der Verbändelandschaft zu konzentrieren und stärker gemeinschaftlich zu agieren" . Killius und Netcologne-Chef Timo von Lepel sind seit Ende des vergangenen Jahres auch im Vorstand des Branchenverbandes Anga vertreten.
Das seit fast 29 Jahren bestehende Unternehmen Netcologne betreibt ein TV-Kabelnetz und ein Telekommunikationsnetz. Netcologne ist im Raum Köln, Bonn, Leverkusen, Aachen, Düren, Düsseldorf und Neuss aktiv.
M-net, der größte Glasfasernetzbetreiber in Bayern, verlegt nicht selbst: Die Stadtwerke München errichten passive Glasfaser in der Landeshauptstadt. Der Netzbetreiber der Stadtwerke in großen bayerischen Metropolen übernimmt den Betrieb und die Vermarktung an die Nutzer. Der gemeinsame Glasfaserausbau läuft bereits seit dem Jahr 2010.
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