Glasfaserleitung: Telekom-Konkurrenz will Milliarden in Netzausbau stecken

In den kommenden Jahren sollen Millionen Kunden einen schnellen Glasfaseranschluss bekommen. Die Wettbewerber der Telekom versprechen dazu Investitionen von bis zu neun Milliarden Euro.

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Abzweig zu einem Gebäude für FTTB
Abzweig zu einem Gebäude für FTTB (Bild: Johnsson/Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported)

In den kommenden fünf Jahren sollen bis zu elf Millionen deutsche Haushalte durch die Telekom-Konkurrenz einen Zugang zum schnellen Glasfasernetz erhalten. Das teilte der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko), dem mehr als 160 Wettbewerber angehören, am Donnerstag in Berlin mit. Je nach rechtlichem Rahmen könnten die Unternehmen bis 2018 rund neun Milliarden Euro investieren, um vor allem in Regionen außerhalb der Ballungsgebiete Anschlüsse mit Fiber To The Home (FTTH) und FTTB (Fiber To The Building) zu legen. Die Angaben basieren auf einer Studie des WIK-Instituts zur Entwicklung des Telekommunikationsmarktes.

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Die 88-seitige Studie warnt vor einem Duopol von Deutscher Telekom und den Kabelnetzbetreibern auf dem Kommunikationsmarkt. Zu einer solchen Situation könne es kommen, wenn die großen Telekommunikationskonzerne in Zukunft durch die Regulierung begünstigt werden könnten, wie es etwa die EU-Kommission beabsichtige. Dies hätte zur Folge, dass die Telekom ihre Investitionen vor allem auf Gebiete konzentriere, in denen Konkurrenz zu den Kabelnetzen besteht. Nachteilig für den Ausbau der Glasfasernetze wäre zudem, dass die Telekom wenig Interesse daran zeige, ihre bestehenden Kupferleitungen durch Glasfaser zu ersetzen, da sie damit ihre Gewinne kannibalisieren würden. Die Telekom-Konkurrenz könne hingegen durch den Aufbau eigener Glasfaseranschlüsse zu den Kunden die Kosten für die "letzte Meile" an die Telekom sparen.

Jüngsten Studien zufolge geht der Ausbau der Glasfasernetze in Deutschland nur sehr langsam voran. Bis Ende 2013 sollen rund 884.000 Haushalte an Glasfasernetze mindestens bis zum Gebäudekeller angeschlossen sein. Das liegt auch daran, dass die Telekom ihren Schwerpunkt auf die Vectoring-Technik legt. Dazu müssen lediglich Glasfaserleitungen bis zu den Kabelverzweigern (KVz) gelegt werden (FTTC). Diese Situation wollen die Breko-Mitglieder ändern. Die Unternehmen, zu denen auch viele Stadtwerke gehören, "werden in den nächsten Jahren der wesentliche Treiber beim Glasfaserausbau in Deutschland sein", sagte Breko-Präsident Ralf Kleint. Der Verband begründete die Entscheidung auch damit, dass die Unternehmen anders als die Telekom "nicht der Forderung nach schneller Rendite" unterlägen.

Letzte Meile soll billiger werden

Aber auch für die Wettbewerber sei Vectoring als Übergangstechnik interessant, heißt es in der Studie. Denn dadurch könnten bereits als Vorstufe die Glasfasernetze bis zu den Kabelverzweigern ausgebaut und das aktuelle Bandbreitenbedürfnis befriedigt werden. Mit den Einnahmen aus dem Vectoring ließe sich dann der Ausbau der Glasfasernetze finanzieren.

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Um den Ausbau der schnellen Internetverbindungen zu forcieren, schlägt die Studie ein "neues Leitbild für den Wettbewerb" vor. Demnach müssen Wettbewerber "frei in der Wahl ihrer Ausbaugebiete sein und sie danach bestimmen können, wo sie die größten komparativen Vorteile gegenüber anderen Wettbewerbern haben". Zudem schlägt das WIK-Institut vor, die Kosten für den Zugang zur "letzten Meile" für Vectoring neu zu bestimmen. Derzeit habe die Telekom "ein deutlich geringeres Risiko und deutlich geringere Kosten beim Netzausbau als ihre Wettbewerber". Ohne eine Neuregulierung des Marktes sei die Investitionsbereitschaft der Wettbewerber wesentlich geringer. Unter den gegenwärtigen Bedingungen wollen sie nur 7,2 Milliarden Euro statt der möglichen 9,1 Milliarden einsetzen. Sollten die EU-Pläne realisiert werden, läge diese Summe nur bei 4,9 Milliarden Euro. Dann würden nur 2,2 Millionen statt der möglichen 11,2 Millionen Kunden an das Glasfasernetz angeschlossen.

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tingelchen 02. Dez 2013

Machen aber nicht alle so und nicht jeder lebt in München ;) Zumal die Stadtwerke die...

mac4ever 01. Dez 2013

Yep, aber neu geschrieben, nicht kopiert, wie es heute so Mode ist. Hätte ja auch gepaßt...

cat24max1 29. Nov 2013

Die haben dort alle nur Steckverbindungen genutzt, was bedeuted dass die Dämpfung sehr...

dirk1405 28. Nov 2013

Ich bekomme bei meiner Arbeitsstelle immer noch gesagt, das es sich nicht lohnt. Is ja...



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