Abo
  • Services:

Glasfaserausbau: Keine völlige Regulierungsfreiheit für die Telekom gefordert

Beim Ausbau von FTTH/B sollte die Telekom keine völlige Freiheit von der Regulierung erhalten. Dies könne negative Auswirkungen auf das Preis-Leistungs-Verhältnis der Internetanschlüsse der Verbraucher haben.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Buglas-Jahrestagung am 6. Dezember 2017
Die Buglas-Jahrestagung am 6. Dezember 2017 (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Verbände haben sich beim Glasfaserausbau gegen völlige Regulierungsfreiheit für marktbeherrschende Unternehmen wie die Deutsche Telekom gewandt. In einem Golem.de vorliegenden Brief an Arbeitsgruppen von CDU/CSU und SPD für den Koalitionsvertrag warnen sie davor, der Telekom bei einem echten Glasfasernetz bedingungslose Regulierungsferien einzuräumen. Zuerst hatte Die Welt darüber berichtet.

Stellenmarkt
  1. Basler Versicherungen, Bad Homburg
  2. Bosch Service Solutions Magdeburg GmbH, Magdeburg

In dem Schreiben heißt es: "Eine vollständige Deregulierung von Glasfaserzugangsnetzen unter unzureichenden oder unklaren Bedingungen, wie unter anderem im Weißbuch Digitale Plattformen 2017 vom Bundeswirtschaftsministerium vorgeschlagen, hätte eine Reduzierung der Anbieterzahl sowohl auf der Infrastruktur- als auch Diensteebene zur Folge. Auch bestünde die Gefahr einer Re-Monopolisierung des Markts oder des Entstehens wettbewerbsbeschränkender Oligopole." Dies könne negative Auswirkungen auf das Preis-Leistungs-Verhältnis der Internetanschlüsse der Verbraucher haben.

Unterzeichnet haben der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), der Verband der Anbieter von Telekommunitations- und Mehrwertdiensten (VATM), der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) und der Bundesverband Glasfaseranschluss (Buglas) sowie der Deutsche Landkreistag und der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU).

Buglas gegen bisherige Regulierung

Der Stadtnetzbetreiberverband Buglas hatte sich schon zuvor gegen pauschale und unkonditionierte Regulierungsferien gewandt, weil sie die Gefahr der Diskriminierung einzelner oder aller anderen Marktteilnehmer in sich berge. Genau solche Regulierungsferien habe der EU-Ministerrat aber in die aktuellen Trilogverhandlungen zum EU TK-Review eingebracht.

Gleichzeitig sei aber auch die bestehende Regulierung zu komplex, nicht für die echte Glasfaserwelt geeignet und dürfe nicht direkt auf FTTB/H (Fiber To The Home/ Fiber To The Building) übertragen werden. Nötig seien Spielregeln wie ein marktverhandelter, diskriminierungsfreier Open Access, die Bundesnetzagentur als Schiedsrichter, wenn auf eine Regulierung von FTTB/H-Netzen verzichtet werde.

Zudem sollten die Marktteilnehmer Vorleistungen auf bereits bestehenden Glasfasernetzen einkaufen statt auf Überbau zu setzen. Damit würden Anreize dafür gesetzt, dass sich deutlich mehr Unternehmen im echten Glasfaserausbau engagieren.

Telekom-Sprecher Philipp Blank sagte Golem.de auf Anfrage: "Wir wollen beim FTTH-Ausbau nur das, was auch für Wettbewerber gilt: keine Regulierung. Es gibt keinen Grund, die Telekom bei den neuen Glasfasernetzen anders zu behandeln. Die Unternehmen, die tatsächlich in Glasfaser investieren, haben dazu ein gemeinsames Eckpunktepapier (PDF) formuliert" Diese Netzbetreiber seien offensichtlich weiter als die Verbände.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 9,99€
  2. (u. a. Outlander, House of Cards)
  3. 4,25€
  4. (Prime Video)

M.P. 02. Feb 2018

Genau das sagte doch Maverick1977 In Analogschluss haben wir also derzeit...

bombinho 01. Feb 2018

Das brauchen sie auch nicht, schlussendlich wird getan, was am besten fuer das Geschaeft...

DooMMasteR 31. Jan 2018

Das ist der wichtigste Punkt, wenn die Telekom sagt, du bekommst Glasfaser dann gibt es...


Folgen Sie uns
       


Alt gegen neu - Model M im Test

Das US-Unternehmen Unicomp bietet Tastaturen mit Buckling-Spring-Schalter an - so wie sie einst bei IBMs Model-M-Modellen verwendet wurden. Die Kunststoffteile sind zwar nicht so hochwertig wie die des Originals, die neuen Model Ms sind aber dennoch sehr gute Tastaturen.

Alt gegen neu - Model M im Test Video aufrufen
Smartphone von Gigaset: Made in Bocholt
Smartphone von Gigaset
Made in Bocholt

Gigaset baut sein Smartphone GS185 in Bocholt - und verpasst dem Gerät trotz kompletter Anlieferung von Teilen aus China das Label "Made in Germany". Der Fokus auf die Region ist aber vorhanden, eine erweiterte Fertigung durchaus eine Option. Wir haben uns das Werk angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

  1. Bocholt Gigaset baut Smartphone in Deutschland

Indiegames-Rundschau: Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm
Indiegames-Rundschau
Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm

Gas geben, den weißen Hai besiegen und endlich die eine verlorene Socke wiederfinden: Die sommerlichen Indiegames bieten für jeden etwas - besonders fürs Spielen zu zweit.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Spezial Unabhängige Riesen und Ritter für Nintendo Switch
  2. Indiegames-Rundschau Schwerelose Action statt höllischer Qualen
  3. Indiegames-Rundschau Kampfkrieger und Abenteuer in 1001 Nacht

Windenergie: Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?
Windenergie
Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Windturbinen auf hoher See liefern verlässlich grünen Strom. Frei von Umwelteinflüssen sind sie aber nicht. Während die eine Tierart profitiert, leidet die andere. Doch Abhilfe ist in Sicht.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Hywind Scotland Windkraft Ahoi

    •  /