Glasfaser: Voller FTTH-Ausbau würde laut Telekom 20 Jahre dauern
Der vollständige Glasfaserausbau würde in Deutschland weit bis in die 2030er Jahre dauern. Das hat Deutsche-Telekom-Pressesprecher Philipp Blank in einem Beitrag für die Karriereplattform Xing behauptet(öffnet im neuen Fenster) .
Mit Super-Vectoring seien dagegen bereits Datenübertragungsraten von bis zu 250 MBit/s zu erreichen. Blank: "Es wäre nicht nachhaltig, das Potenzial bestehender Infrastruktur nicht maximal auszureizen, bevor man sie vollständig ersetzt. Sollte es in Zukunft tatsächlich eine stärkere Nachfrage nach dem Glasfaseranschluss bis in die Wohnung geben, kann die restliche Kupferstrecke dann immer noch ausgetauscht werden." Dies sei "ökonomisch vernünftig und realistisch."
Weit höhere Preise in der Schweiz
Blank sagte Golem.de auf die Frage, warum in Staaten wie der Schweiz der FTTH-Ausbau so viel schneller vorangeht: "Die Schweiz ist mit dem deutlich größeren Land Deutschland kaum zu vergleichen. Hinzu kommt, dass das Preisniveau in der Schweiz für Breitbandanschlüsse deutlich höher ist. Das macht den Glasfaserausbau rentabler."
Die Swisscom startete ihr 1-GBit/s-Angebot im November 2013. Die schnelle FTTH-Verbindung kostet pro Monat 100 Schweizer Franken (81 Euro) zusätzlich. Das Produkt ist aber nur für Kunden des Tarifs Vivo Casa 5 erhältlich, der monatlich 149 Franken (121 Euro) kostet. Ohne Festnetztelefonie-Option kostet der Tarif zusammen 234 Franken (190 Euro).
Swisscom habe ihr Glasfasernetz so ausgebaut, dass eine Million Wohnungen und Geschäfte angeschlossen werden könnten (homes passed). Bereits angeschlossen für zahlende Kunden für die Internetdienste von Swisscom waren Ende vorigen Jahres 400.000 Wohnungen und Geschäfte.
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