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Glasfaser: Vodafone will Steuergelder für neues 5G-Mobilfunknetz

Vodafone fordert die Förderung für ein Backhaul aus Glasfaser für die künftigen 5G-Netze. Bisher fließe zu viel Förderung in Fiber To The Curb (FTTC).
/ Achim Sawall
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Die Vodafone-Zentrale in Düsseldorf (Bild: Ralph Orlowski/Getty Images)
Die Vodafone-Zentrale in Düsseldorf Bild: Ralph Orlowski/Getty Images

Vodafone fordert ein staatliches Förderprogramm für Glasfaser, um schneller ein 5G-Mobilfunknetz aufbauen zu können. "Ein früher Start der 5G-Netze wäre gerade im Autoland Deutschland wichtig" , sagte der Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter der Rheinischen Post(öffnet im neuen Fenster) .

Die Förderung habe bisher vor allem den Kupfer- und DSL-Ausbau unterstützt, Glas sei oft vernachlässigt worden. Ametsreiter: "Als Ergebnis liegen wir bei der Glasfaserversorgung mit zwei Prozent der Haushalte auf Platz 28 von 32 der OECD-Industriestaaten."

Ohne Glasfaseranbindung sei kein 5G möglich. Eine Förderung nach österreichischem Vorbild scheine ihm "weitsichtig und sinnig" . Mit 5G soll für den Endkunden mindestens eine Datenübertragungsrate von 100 MBit/s überall im Netzwerk geboten werden. Der neue Mobilfunkstandard kommt bis zum Jahr 2020 und soll 10 GBit/s und mehr erreichen.

Vodafone baut auch Fiber To The Home aus

Ametsreiter forderte einen bezahlbaren Gigabit-Anschluss für jeden Haushalt bis 2025. Gleichzeitig kündigte er an, Vodafone Deutschland werde alle Kabelnetzkunden bis zum Jahr 2020 mit einer Datenübertragungsrate von 1 GBit/s versorgen. Im nächsten Ausbauschritt könnten es sogar 10 GBit werden. Mit Docsis 3.1 werden ungefähr 9,2 GBit/s im Downstream-Kapazität, und 1,4 GBit/s Upstream geboten. Full Duplex wird die Upstream-Kapazität erhöhen und symmetrisch machen.

Auch Fiber To The Home (FTTH) werde von Vodafone errichtet. "Wir haben gerade unser erstes Pilotprojekt erfolgreich abgeschlossen, in Icking auf dem flachen Land in Bayern. Dort liegt inzwischen Vodafone-Glasfaser in den Haushalten." Zunächst entschieden sich nur rund 30 Prozent aller Haushalte dafür, jetzt seien es mehr als zwei Drittel.


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