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Glasfaser: Vodafone-Chef will 2028 mit DSL-Abschaltung beginnen

Anga Com
Marcel de Groot von Vodafone wünscht eine schnelle DSL-Abschaltung. Digitalminister Wildberger betont hingegen: "Das geht nicht mit der Brechstange."
/ Achim Sawall
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Wildberger spricht auf der Anga Com im Mai 2026. (Bild: Anga Com)
Wildberger spricht auf der Anga Com im Mai 2026. Bild: Anga Com

Vodafone-Deutschlandchef Marcel de Groot will eine Abschaltung von DSL-Zugängen in kurzer Zeit umsetzen. "Lasst uns 2028 damit beginnen", sagte er am 19. Mai 2026 auf der Konferenzmesse Anga Com in Köln(öffnet im neuen Fenster). Dann könne die Branche im Jahr 2035 damit fertig sein, so Groot.

Netcologne-Chef Timo von Lepel forderte: "Wir sollten so früh wie möglich das Startsignal für die Kupfer-Glas-Migration geben, das schafft Investitionswillen." Eine Abschaltung seines Koaxialkabelnetzes lehnt Vodafone ab, der Hauptkonkurrent Deutsche Telekom setzt sich dafür ein.

Zugleich kämpfen alle Glasfaser ausbauenden Unternehmen mit einer niedrigen Uptake-Rate durch die Kunden, weil die Bundesnetzagentur jahrelang das Vectoring der Telekom geschützt und gefördert hat. "Das Thema Glasfaserausbau ist in Deutschland für Finanzierende fast schon toxisch geworden", sagte der Chef der Deutsche Glasfaser, Andreas Pfisterer. Der Netzbetreiber hatte zuvor erklärt, den breiten Netzausbau Ende 2027 zu beenden.

"Kein Haushalt in Deutschland wird ohne Internetanschluss dastehen"

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) sagte zu einem festen Abschaltdatum: "Das geht nicht mit der Brechstange."

Die Sorge vor Versorgungslücken ist laut einem großen Netzbetreiberverband jedoch unbegründet. Sven Knapp, Leiter des Hauptstadtbüros des Telco-Branchenverbands Breko, sagte Golem im Juli 2025: "Kein Haushalt in Deutschland wird ohne Internetanschluss dastehen. Dieses Schreckensszenario ist realitätsfern und verunsichert unnötig." Der schrittweise Übergang könne selbstverständlich nur in Regionen erfolgen, in denen bereits ein Glasfasernetz liege und eine leistungsfähige Weiterversorgung bisher über DSL angeschlossene Haushalte gewährleistet sei.


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