Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Glasfaser: Vier Netze nebeneinander und mancherorts gar keins

Wettbewerb nutzt bei Glasfaser nichts: Kommunale Unternehmen wollen, dass sich alle ein Netz teilen, statt mehrere übereinander zu bauen.
/ Achim Sawall
18 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Bundesverkehrsminister Volker Wissing (rechts) und Bernhard Rohleder, Bitkom (Bild: Sebastian Wöhl/BMDV)
Bundesverkehrsminister Volker Wissing (rechts) und Bernhard Rohleder, Bitkom Bild: Sebastian Wöhl/BMDV

Der Chef des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU), Ingbert Liebing, hat am 17. März 2022 erklärt(öffnet im neuen Fenster) , es ergebe keinen Sinn, dass jeder weiter sein eigenes Glasfasernetz 'buddelt', mancherorts zwei, drei oder vier Netze nebeneinander lägen und in anderen Orten gar keins.

"Wir brauchen mehr Kooperationen beim Ausbau. Wir sind dazu bereit. Und wir brauchen Open Access für die Glasfaserwende: weg vom Wettbewerb zwischen den Netzen, hin zum Wettbewerb auf dem Netz" , sagte Liebing. Man habe schließlich auch nicht für jede Automarke ein eigenes Straßennetz aufgebaut, sondern ein Straßennetz für alle Marken.

Technisch baut bei Open Access ein Unternehmen ein passives oder aktives Glasfasernetz aus und stellt die Nutzung der Infrastruktur einer beliebigen Anzahl von Dienstanbietern freiwillig gegen Gebühr zur Verfügung. Dagegen argumentieren einige Netzbetreiber, dass sich wegen der hohen Preise für Open Access der Betrieb für sie nicht lohne. Dagegen argumentieren die kommunalen Unternehmen, dass geringere Margen bei diesem Modell durch die viel tiefere Marktdurchdringung ausgeglichen würden, erklärte David Hetz, von Consultant Vivax Consulting(öffnet im neuen Fenster) .

Bundesminister Volker Wissing hatte die Eckpunkte seiner Gigabitstrategie in Berlin vorgestellt. Wissing sagte: "Bis zum Jahr 2030 wollen wir Glasfaser bis ins Haus und den neuesten Mobilfunkstandard überall dort, wo Menschen leben, arbeiten oder unterwegs sind. In einem ersten Schritt wollen wir bis Ende des Jahres 2025 die Anzahl der Glasfaseranschlüsse verdreifachen. Außerdem sollen mindestens die Hälfte der Haushalte und Unternehmen mit FTTB/H versorgt sein."


Relevante Themen