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Glasfaser: Verkehrsministerium verschleiert Vectoring-Förderung weiter

Wenn das Bundesverkehrsministerium weitere 30.000 km neue Glasfaser feiert, ist damit nicht gesagt, wie viel Vectoring-Ausbau hier gefördert wird. Wir haben genauer hingesehen.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Minister Christian Schmidt (links) bei der Bekanntgabe der Förderbescheide.
Minister Christian Schmidt (links) bei der Bekanntgabe der Förderbescheide. (Bild: Bundesverkehrsministerium)

Das Bundesverkehrsministerium macht weiterhin keine klaren Angaben dazu, welchen Anteil echte Glasfaserzugänge an der staatlichen Förderung haben. Ein Ministeriumssprecher sagte Golem.de auf Anfrage: "Die Mehrzahl der Kommunen und Landkreise setzen bei ihren Förderanträgen auf die Glasfasertechnologie: Rund 95 Prozent der investiven Mittel des Bundesprogramms gehen in den Glasfaserausbau. Die Zahlen ergeben sich aus den Angaben der im 5. Aufruf eingereichten Förderanträge."

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Diese Aussagen sind nur bedingt hilfreich: Wenn 95 Prozent in "Glasfasertechnologie" fließen, werden höchstwahrscheinlich FTTC (Fiber To The Curb), FTTB (Fiber To The Building) und FTTH (Fiber To The Home) zusammengerechnet. Selbst im Kupferanschlussnetz werden keine Kupferanschlüsse gefördert, sondern die Glasfasererschließung der Kabelverzweiger (KVz).

Der Bundesverband Glasfaseranschluss (Buglas), in dem viele Stadtnetzbetreiber organisiert sind, fordert seit September 2016, ein aussagekräftiges Monitoring des Bundesförderprogramms zu veröffentlichen. In diesem Monitoring müsse klar herausgestellt werden, wie viele Haushalte mittels FTTC höhere Bandbreiten erhielten, und wie viele über FTTB/H.

Ausbauform kann kein Geheimnis sein

Die wiederholte Aussage des Bundesverkehrsministeriums, dass in vielen Förderanträgen teilweise FTTB/H und FTTC beantragt würden, und deshalb keine genauen Angaben möglich seien, sei nicht schlüssig. Die Zahlen ließen sich sicher aus den Förderanträgen herauslesen oder durch Nachfrage feststellen.

Der geschäftsführende Bundesverkehrsminister Christian Schmidt (CSU) erklärte im Dezember 2017, in der fünften Runde und im Sonderprogramm Gewerbegebiete rund 375 Millionen Euro Fördermittel an Landkreise und Kommunen in unterversorgten Regionen zu überreichen und damit Gesamtinvestitionen in Höhe von 782 Millionen Euro zu ermöglichen. "Mit unseren heutigen Förderbescheiden bauen wir rund 30.000 km neue Glasfaser und unterstützen die Landkreise und Kommunen dabei, ihren Anschluss an das superschnelle Breitband zu organisieren", sagte Schmidt. Insgesamt würden im Bundesprogramm rund 320.000 km neue Glasfaser ermöglicht.



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