Cito-Networks: Auch Vodafone nutzt den City-Ring unterhalb von Berlin

Die beiden Kabelnetzbetreiber Vodafone und Tele Columbus haben Strecken in einem etwas geheimnisvollen Rohrsystem erworben, das auch durch die U-Bahn-Tunnel läuft.

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Glasfaser: Tele Columbus und Vodafone im Berliner Untergrund
Glasfaser: Tele Columbus und Vodafone im Berliner Untergrund (Bild: Tele Columbus)

Berlin hat einen großen Glasfaserring, über den bisher wenig bekannt ist. Zuletzt hat der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus in dem City-Ring Strecken gekauft, um die Versorgung der Kunden zu verbessern.

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Aber auch Vodafone gehöre zu den Kunden, sagte Arndt Hecker von der Agentur des Betreibers Cito-Networks im Gespräch mit Golem.de. Zuvor hatte Vodafone einen Teil des Rings gekauft und mit Glasfaserinfrastruktur ausgestattet. Das Netz verläuft über längere Strecken auch in den Anlagen der Berliner U-Bahn, war aus Branchenkreisen zu erfahren.

Laut Angaben der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) kann jedoch nur bestätigt werden, dass "ein kleines Stück BVG-eigener Kabeltrasse für die Nutzung durch ein privates Glasfasernetzwerk teilweise verpachtet ist. Zur genauen Lage und den Eigentumsverhältnissen der Nutzerseite können wir uns aus vertragsrechtlichen Gründen nicht äußern", sagte BVG-Sprecher Markus Falkner Golem.de auf Anfrage.

Laut Angaben des Betreibers Cito-Networks ist der City-Ring ein System, bestehend aus 12 Rohren, von denen 8 auf einer Länge von insgesamt 82,5 Kilometern ringförmig unterirdisch um Berlin-Mitte herum verlaufen. Dieses Rohrsystem wurde Anfang der 2000er Jahre gebaut, um in Berlin die Verlegung von Glasfaser-Infrastruktur voranzutreiben.

Ring mit insgesamt 650 Einstiegsschächten

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Der Ring mit seinen insgesamt 650 Einstiegsschächten ist laut Hecker gegenwärtig im Besitz des Unternehmens Cito-Networks, welches die Rohre in unterschiedlicher Weise vermarktet. Cito-Networks ist verbunden mit seinen Dienstleistungspartner SXF-Plan und Rhön-Montage Fernmeldebau. "Tele Columbus hat eines dieser acht umlaufenden Rohre gekauft, welches durch SXF-Plan bereits und Rhön-Montage mit Glasfaser-Infrastruktur ausgestattet wurde", sagte Hecker.

Glasfaser bis ins Haus ist in Berlin noch kaum verfügbar. In einem Glasfaser-Ranking vom Juni 2020 war Berlin nur zu 5 Prozent mit FTTH versorgt. Einer parlamentarischen Anfrage der FDP zufolge haben 7,2 Prozent der Haushalte in Berlin einen Glasfaseranschluss.

Die Deutsche Telekom hat im März 2021 erklärt, eine Million FTTH-Anschlüsse in Berlin zu errichten. Die ersten 600.000 Anschlüsse will der Netzbetreiber nach eigenen Angaben bis Ende 2025 fertigstellen, insgesamt sollen es in den nächsten gut sechs Jahren eine Million werden.

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vh0815 04. Feb 2022

Sollte man überall machen, wo Vekehrswege neu gebaut werden. Bespielsweise Autobahnen und...



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