Glasfaser: Trenching und Holzmasten durch Haftungsfonds sichern

Das Bundesverkehrsministerium will den Kommunen die Bedenken zu alternativen Verlegemethoden von Glasfaser nehmen.

Artikel veröffentlicht am ,
Staatssekretärin Daniela Kluckert (FDP) am 14. Juni 2022 auf den Fiberdays des Breko
Staatssekretärin Daniela Kluckert (FDP) am 14. Juni 2022 auf den Fiberdays des Breko (Bild: Breko)

Das Bundesverkehrsministerium will Trenching und oberirdisches Verlegen von Glasfaser fördern, indem ein Haftungsfonds für eventuelle Schäden eingerichtet wird. Das sagte Staatssekretärin Daniela Kluckert (FDP) am 14. Juni 2022 auf den Fiberdays des Breko in Wiesbaden. "Damit die Glasfaser schneller verlegt werden kann, haben wir eine Vielzahl von Maßnahmen festgeschrieben. Wir wollen die alternativen Verlegemethoden stärken."

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Man kenne dazu die Bedenken der Kommunen und wolle sich dem stellen. Erst einmal würden dazu in diesem Jahr die Standardisierung und Normung vorangetrieben. "Wir wollen, wenn möglich, einen Haftungsfonds einrichten, für eventuelle Schäden. Und somit den Kommunen auch die Bedenken nehmen, hinsichtlich der schnellen und kostengünstigen Verlegetechniken", erklärte die Staatssekretärin.

Der Verband kleiner und mittelständischer Kabelnetzbetreiber FRK (Fachverband Rundfunk- und Breitbandkommunikation) hatte erklärt, dass Kommunen die Haftung für Schäden an getrenchter Glasfaser tragen müssten, wenn diese bei Arbeiten an darunter liegender Versorgungsinfrastruktur beschädigt würde. Deshalb sei der Einsatz von Trenching ohne ausreichende Garantien durch den Netzbetreiber mit einem hohen Risiko behaftet.

Bedenken zu kürzerer Lebensdauer

Vodafone hatte angekündigt, in Dresden sein Festnetz mit Nano-Trenching auszubauen. Mit Nano-Trenching wird die Glasfaser mit einem Stufenschnitt nur 6 Zentimeter tief in die Asphaltdecke verlegt.

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Nach früheren Angaben (PDF) der nordrhein-westfälischen Landesregierung sind die Nachteile des oberirdischen Verlegens der Einfluss durch Wind, Eis und UV-Strahlung. Dazu kommen die Gefahren der Beschädigung durch Vandalismus und Vogelfraß und die häufig erforderliche Wartung. Dies mache den Austausch nach 12 bis 15 Jahren nötig. Die Kosten liegen jedoch nur bei circa 20 Euro pro Meter inklusive Hausanschlüssen.

Kluckert lobte auch ein starkes finanzielles Commitment der TK-Branche für den Glasfaserausbau und versprach, die Bundesregierung werde in ihrer Gigabitstrategie den eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau in den Vordergrund stellen: "Für den digitalen Aufbruch in Deutschland brauchen wir überall leistungsfähige digitale Infrastrukturen. Wir begrüßen daher die Ankündigungen der TK-Branche, in den kommenden Jahren massiv in zukunftsfähige Glasfaser- und Mobilfunknetze zu investieren. Mit unserer Gigabitstrategie machen wir den Weg frei für einen schnellen und effizienten Ausbau."

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B 16. Jun 2022 / Themenstart

Muss man mieten und möchten die Telekom Konkurrenten nicht??? Why not. Bei oberirdischen...

ZerP 14. Jun 2022 / Themenstart

Dann legt man sie gleich richtig. Die werden so gelegt, dass sie eben nicht direkt über...

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