Glasfaser: Telekom will jede Schule in einem Jahr mit FTTH anbinden
Die Deutsche Telekom verspricht, Schulen binnen eines Jahres mit Glasfaser zu versorgen. Das geht aus einem Bericht im Blog des Netzbetreibers(öffnet im neuen Fenster) hervor. "Eine Schule, die 2020 ihren Auftrag erteilt hat, kann also 2021 mit der Fertigstellung rechnen. Für Glasfaseranschlüsse mit ihrem meist sehr aufwendigen Tiefbau ist das ein vergleichsweise kurzer Zeitraum", heißt es in dem Blog."Die 60 Wochen gelten für Bayern. Die anderen Bundesländer liegen aber in ähnlichen Größenordnungen", sagte Telekom-Sprecher Markus Jodl Golem.de auf Anfrage.
Der Anschluss von bundesweit vielen Tausend Schulen laufe zusätzlich zum regulären Glasfaserausbau der Telekom. Wie Rainer Neßlauer, Leiter Squad Public Bayern bei der Telekom erklärte, war es zuerst bei der Telekom umstritten, ob man von der knappen Tiefbaukapazität etwas für die Schulen reservieren kann. "Das war am Anfang gar nicht so einfach. Wir mussten uns tatsächlich im Konzern diese Kapazitäten erkämpfen", sagte Neßlauer. Nach anfänglichen Differenzen sei jedoch relativ schnell klar gewesen, dass die Schulen "eine sehr hohe Priorität" haben.
Wenn der Gigabit-Glasfaseranschluss im Keller der Schule liegt und wenn ein Tarif gebucht ist, werden noch LAN-Verkabelung innerhalb der Schule, WLAN-Hotspots und Endgeräte benötigt. "Hier hat es eine sehr großzügige Förderung vom Bund gegeben. Fünf Milliarden Euro wurden hier zur Verfügung gestellt", sagte Neßlauer.
Union: Selbst in Großstädten viele Schulen noch ohne Glasfaser
Doch die Mittel werden kaum abgerufen. Aus dem Kernbereich des Digitalpakts Schule sind bis Ende 2020 nur etwa zwei Prozent oder 112 Millionen Euro von 5 Milliarden Euro abgeflossen. Die Mittelbindung – also bereits beantragte, aber noch nicht abgerufene Summen – liegt mit rund 875 Millionen Euro fast doppelt so hoch. Das gaben das Bundesbildungsministerium und die Kultusministerkonferenz am 19. Februar 2021 bekannt. "Es ist unverständlich, warum selbst in Großstädten viele Schulen noch nicht an leistungsfähige Netze angeschlossen sind", erklärte die Unionsfraktion in dieser Woche(öffnet im neuen Fenster). Dass 16 Mal neu entschieden werde, ob ein Tool für den Schulunterricht zugelassen werde oder nicht, sei ein Unding.
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