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Glasfaser: Telekom-Konkurrenz gegen Ziel von 50 MBit/s bis 2018

Das Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2018 alle Haushalte in Deutschland mit 50 MBit/s zu versorgen, setzt auf Zwischenlösungen und verbaut den Weg zum nachhaltigen Glasfaserausbau. So lautet die Kritik von Telekom-Konkurrenten, die Glasfaser statt Vectoring fordern.

Artikel veröffentlicht am ,
Breko-Geschäftsführer Stephan Albers
Breko-Geschäftsführer Stephan Albers (Bild: Breko)

Die Unternehmen im Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) sind gegen eine Fokussierung der Bundesregierung auf das Jahr 2018 mit dem Bandbreitenziel 50 MBit/s für alle Haushalte. Das gab der Breko am 16. September 2015 bekannt. Angesichts dieses sehr kurzen Zeithorizonts befürchtet der Verband, dass ein zukunftssicherer und nachhaltiger Glasfaserausbau mit Fiber-to-the-Building (FTTB) und Fiber-to-the-Home (FTTH) in vielen Fällen nicht realisiert werden könne und stattdessen kupferbasierte Übergangslösungen wie Vectoring und G.fast gewählt würden.

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"Wir müssen schon heute die Weichen für hochleistungsfähige Gigabit-Netze stellen", sagte Breko-Geschäftsführer Stephan Albers. "Es macht keinen Sinn, die schlechtere Technologie zu wählen, nur um ein erstes Bandbreitenziel in sehr kurzer Zeit zu erreichen."

Telekom: Vectoring bringt Glasfaser voran

"Mit der knappen Zeitvorgabe, dass geförderte Projekte bis 2018 bereits vollständig abgeschlossen sein sollen, ist wenig Raum für einen nachhaltigen Ausbau. Damit besteht faktisch eine deutliche Bevorzugung des Wirtschaftslückenmodells und eines reinen FTTC**-Ausbau, der nur bis zum Kabelverzweiger reicht, aber nicht dort, wo es sich heute schon rechnet, bis ins Haus", sagte Vatm-Präsident Martin Witt.

Auch die deutschen Landkreise kritisieren, dass längerfristige Projekte für den Ausbau mit FTTH oft nicht staatlich gefördert werden. Der Sprecher des Deutschen Landkreistags Markus Mempel sagte Golem.de, das liege an den Förderbedingungen des Bundes, in denen das Kriterium "Fertigstellung bis Ende 2018" vorgesehen ist. Diese schließen einen Glasfaserausbau zwar nicht völlig aus, jedoch ist der Abschluss bis Ende 2018 Bedingung.

Die Telekom argumentiert, dass für Vectoring das Glasfaserkabel auch bis zum grauen Kasten ausgebaut werde. Mit Super Vectoring will die Telekom im Festnetz 250 MBit/s im Download und 50 MBit/s im Upload bieten. Durch Weiterentwicklungen ihres Hybridrouters soll im Jahr 2018 eine Datenrate von bis zu 550 MBit/s erreicht werden, erklärte die Telekom im März 2015.

Bei der Bundesnetzagentur wird über den Antrag der Telekom verhandelt, im Nahbereich um 8.000 Hauptverteiler die Vectoring-Technik einzusetzen und dazu von der Verpflichtung befreit zu werden, Wettbewerbern VDSL-Anschlüsse in den Hauptverteilern zu ermöglichen. Insgesamt könnten so nach einer umstrittenen Rechnung der Telekom knapp 80 Prozent der Haushalte bis zu 100 MBit/s bekommen.



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jaykay2342 23. Okt 2015

Wenn auch nur in den Großstädten . Irgendwo in der pampa in Sibirien ist es vermutlich...

barforbarfoo 17. Sep 2015

Diese Diskussion zeigt klar das die Forderungen der Telekom-Konkurrenten nicht weit genug...

DiamondTommy 17. Sep 2015

"Die Mehrheit ist ...! soll ich jetzt auch ... ?" Komm bitte nicht mit diesen schei...

matok 17. Sep 2015

Eben. Bis März dieses Jahres musste ich auch mit 2 MBit DSL leben in einer 70k Stadt...

cyzz 17. Sep 2015

..sollte man diskutieren und langsam machen. Nach 2025 wird Oma Merkel die Richtlinie...


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