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Glasfaser: Telekom fordert Zugang zu "monopolistischen Gebäudenetzen"

Die Telekom weist die Kritik des VATM zurück, in dem auch Vodafone Mitglied ist.
/ Achim Sawall
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Treppenhaus in Berlin Steglitz im Jahr 2025: Wer darf ausbauen? (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
Treppenhaus in Berlin Steglitz im Jahr 2025: Wer darf ausbauen? Bild: Achim Sawall/Golem.de

Nötig sei Open Access auf allen Glasfasernetzen und die Sicherstellung des Zugangs zu den Gebäuden und zu "monopolistischen Gebäudenetzen". Das hat Telekom-Sprecherin Sandra Rohrbach am 12. Mai 2026 Golem auf Anfrage gesagt. Tatsächlich erhalten Haushalte in Mehrfamilienhäusern häufig keine Glasfaser-Inhouse-Verkabelung, weil Hauseigentümer einen rechtlich umstrittenen Vertrag mit einem TV-Kabelnetzbetreiber haben.

Möchte ein Mieter einen Glasfaseranschluss (FTTH) nutzen und schließt einen Vertrag mit der Telekom ab, muss der Hauseigentümer aber den Anschluss des Gebäudes an das Netz und die Verlegung der Inhouse-Verkabelung bis in die Wohnung des Mieters dulden.

Der Branchenverband VATM hatte am 12. Mai 2026 seine TK-Marktanalyse 2026 vorgestellt. Rohrbach kritisiert daran: "Es wird einerseits gesagt, dass Wettbewerber den Großteil der Glasfaseranschlüsse errichten würden, andererseits wird gleichzeitig vor einer angeblichen Re-Monopolisierung gewarnt. Davon sind wir aber weit entfernt." Tatsächlich zeige der Markt heute ein hohes Maß an Infrastrukturwettbewerb mit zahlreichen regionalen und überregionalen Ausbauakteuren.

VATM kritisiert zu geringe Öffnung der FTTH-Netze der Telekom

Der VATM hatte einen neuen Zuwachs der Telekom bei DSL vorgerechnet. Doch DSL sei absolut und prozentual rückläufig. Rohrbach betonte: "Völlig klar, dass in diesem schrumpfenden Markt, in dem Wettbewerber eigene Glasfaser ausbauen und Kunden von DSL migrieren, der eigene Marktanteil der Telekom in der Restmenge rechnerisch steigt."

Die Telekom biete umfangreiche Open-Access- und Wholesale-Modelle an und kooperiere mit zahlreichen Partnern, betonte Rohrbach. Der VATM hatte berichtet, dass von den 2,3 Millionen Homes Activated im Jahr 2025 nur 8,7 Prozent (200.000) FTTH Wholesale waren.


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