Glasfaser: Telekom fordert Zugang zu "monopolistischen Gebäudenetzen"
Nötig sei Open Access auf allen Glasfasernetzen und die Sicherstellung des Zugangs zu den Gebäuden und zu "monopolistischen Gebäudenetzen". Das hat Telekom-Sprecherin Sandra Rohrbach am 12. Mai 2026 Golem auf Anfrage gesagt. Tatsächlich erhalten Haushalte in Mehrfamilienhäusern häufig keine Glasfaser-Inhouse-Verkabelung, weil Hauseigentümer einen rechtlich umstrittenen Vertrag mit einem TV-Kabelnetzbetreiber haben.
Möchte ein Mieter einen Glasfaseranschluss (FTTH) nutzen und schließt einen Vertrag mit der Telekom ab, muss der Hauseigentümer aber den Anschluss des Gebäudes an das Netz und die Verlegung der Inhouse-Verkabelung bis in die Wohnung des Mieters dulden.
Der Branchenverband VATM hatte am 12. Mai 2026 seine TK-Marktanalyse 2026 vorgestellt. Rohrbach kritisiert daran: "Es wird einerseits gesagt, dass Wettbewerber den Großteil der Glasfaseranschlüsse errichten würden, andererseits wird gleichzeitig vor einer angeblichen Re-Monopolisierung gewarnt. Davon sind wir aber weit entfernt." Tatsächlich zeige der Markt heute ein hohes Maß an Infrastrukturwettbewerb mit zahlreichen regionalen und überregionalen Ausbauakteuren.
VATM kritisiert zu geringe Öffnung der FTTH-Netze der Telekom
Der VATM hatte einen neuen Zuwachs der Telekom bei DSL vorgerechnet. Doch DSL sei absolut und prozentual rückläufig. Rohrbach betonte: "Völlig klar, dass in diesem schrumpfenden Markt, in dem Wettbewerber eigene Glasfaser ausbauen und Kunden von DSL migrieren, der eigene Marktanteil der Telekom in der Restmenge rechnerisch steigt."
Die Telekom biete umfangreiche Open-Access- und Wholesale-Modelle an und kooperiere mit zahlreichen Partnern, betonte Rohrbach. Der VATM hatte berichtet, dass von den 2,3 Millionen Homes Activated im Jahr 2025 nur 8,7 Prozent (200.000) FTTH Wholesale waren.
- Anzeige Hier geht es zu den besten Deals auf Mobilfunk, Internet und mehr bei der Telekom Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.