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Glasfaser: Telefónica nutzt deutschlandweit FTTH der Telekom

Für die Telekom ist es die erste langfristige Partnerschaft zur Nutzung ihrer Glasfaser-Zugänge.
/ Achim Sawall
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Neubaugebiet in Deensen bekommt Glasfaser bis ins Haus von der Telekom. (Bild: Deutsche Telekom)
Neubaugebiet in Deensen bekommt Glasfaser bis ins Haus von der Telekom. Bild: Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom verlängert ihre Zusammenarbeit mit Telefónica Deutschland im Festnetz um weitere zehn Jahre. Das gaben die Netzbetreiber(öffnet im neuen Fenster) am 7. Oktober 2020 bekannt. Erstmals geht die Telekom dabei einen langfristigen Kooperationsvertrag zur Nutzung ihrer FTTH-Zugänge mit einem Konkurrenten ein. Dabei wird die Telekom ihrem Partner neben den bestehenden VDSL-/Vectoringanschlüssen auch erstmalig ihr FTTH mit einer Downloadgeschwindigkeit von bis zu 1 GBit/s zur Nutzung bereitstellen.

Bereits seit Jahren besteht eine Kooperation mit der Telekom im Festnetzbereich. Telefónica hatte im Mai 2013 angekündigt, VDSL- und Vectoring-Vorleistungsprodukte der Telekom zu nutzen und den Ausbau des Konkurrenten mitzufinanzieren. "Die Telekom kann so die Investitionsrisiken teilen und den weiteren Ausbau forcieren", wurde dies begründet.

Im Großraum Hamburg betreibt Telefónica Deutschland bereits seit 2010 eine Kooperation mit dem City-Carrier Wilhelm.tel, dem das Festnetz von Hansenet/Alice verkauft wurde. Vom eigenen Festnetz hatte sich Telefónica im Jahr 2013 verabschiedet und baute seit dem Jahr 2015 kontinuierlich die eigenen Hauptverteiler zurück. Dieser Rückbau erfolgte bis Ende 2018 flächendeckend.

VATM: Telekom vermarktet FTTH nicht erfolgreich

Das nun vereinbarte Kontingentmodell erlaubt der Telekom, langfristig die Auslastung ihrer Netze zu sichern, während Telefónica Zugriff auf die Netze der Telekom hat. Die Telekom plane, in erheblichem Maße in den Ausbau ihrer FTTH-Netze zu investieren. Der Branchenverband VATM hatte berichtet, dass die Telekom Probleme hat, ihre FTTH-Zugänge zu vermarkten, während Konkurrenten hier erfolgreicher sind.

Für den scheidenden Telekom-Deutschland-Chef Dirk Wössner "ist dies ein wegweisender Deal für den Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur in Deutschland über das nächste Jahrzehnt. Und das betonen wir mit diesem breiten Kooperationsvertrag. Wir sichern mit diesem Vertrag die Auslastung unseres Breitbandnetzes. Und wir erhalten finanzielle Mittel, die wir in den Ausbau unserer Netze reinvestieren."

Die Kooperation gilt bundesweit. Die VDSL- und FTTH-Anschlüsse der Telekom sind Vorleistungsprodukte. Beide Parteien werden den Vertrag in diesen Tagen der Bundesnetzagentur vorlegen, Angaben zu Preisen und Zahlungen wurden nicht gemacht. Das VDSL-Netz der Telekom erreicht rund 33 Millionen Haushalte in Deutschland. Mit Glasfaseranschlüssen sind bislang 1,8 Millionen Haushalte versorgt.


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